Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

MELDUNG:

27. Juli 2017

Geplante Wohnbebauung in Tackheide

Neues aus den Stadtteilen
Klaus Mehzer
Klaus Menzer, Bezirksvorsteher Krefeld-West
Die Presseberichterstattung der vergangenen Woche zum geplanten Wohngebiet in Nachbarschaft zur Tackheide hat vor Ort im Krefelder Westen zu lebhaften Diskussionen geführt. Der Bürgerverein hatte unter anderem mit einem Flugblatt über den Stand der Dinge informiert.

„Es ist normal, dass ein solches Bauvorhaben auch immer eine Menge Fragen bei den Bürgerinnen und Bürgern aufwirft“, macht Klaus Menzer, Bezirksvorsteher Krefeld-West, allerdings deutlich. „Wir als Politik wollen bei der Klärung dieser Frage helfen und die Menschen im Krefelder Westen bei diesem Prozess mitnehmen. Auf diese Weise hoffen wir auf eine breite Akzeptanz des Bauvorhabens, das dem Bezirk einen wichtigen Impuls geben kann.“

Es gehe daher zunächst wie bei jedem Bauvorhaben darum, wesentliche Eckpunkte zu klären und offene Fragen zu beantworten. Vorrangig sei dies die Erschließung des Areals und die Bewältigung des potenziell erhöhten Verkehrsaufkommens.

„Nach aktuellem Stand würde die jetzige Infrastruktur in Tackheide, Stichwort ‚Bahntunnel‘, das erhöhte Verkehrsaufkommen wohl nicht, oder wenn nur mit starken Beeinträchtigungen, bewältigen können. Schon heute bilden sich zu Stoßzeiten am genannten Tunnel der Alten Gladbacher Straße lange Schlangen“, schildert Menzer die Lage und fügt an: „Die mögliche Erweiterung der verkehrlichen Infrastruktur zur Erschließung des Areals darf jedoch nicht dazu führen, dass sie als Umgehung der Forstwaldstraße wirkt und so mehr statt weniger Verkehr nach Tackheide bringt.“ Grundlage der Überlegungen solle dabei ein fundiertes Verkehrsgutachten bilden, das die aktuellen Verkehrsströme analysiert.

Neben der verkehrlichen Situation gebe es noch eine Reihe von Fragen, die laut Menzer vor Baubeginn zu klären seien, etwa die Unterhaltung des geplanten Sees im Zentrum des Wohngebietes sowie Detailfragen nach Bauhöhe und tatsächlicher Anzahl der Wohneinheiten. Auch mögliche Altlastenproblematiken müssten beachtet werden.

„Wir sind aber optimistisch, diese Punkte im engen Austausch mit Verwaltung, dem Bürgerverein und den Anwohnern klären zu können, damit die Tackheide ihr Potenzial vollends entfalten kann und einen wichtigen städtebaulichen Impuls erhält“, ist Menzer überzeugt.