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17. Oktober 2017

Hans Butzen (SPD): „Die Einführung eines Quartiersmanagers sowie die Stärkung des Frontoffices der Bezirksverwaltungsstellen bilden Schwerpunkte der SPD-Fraktion“

Neues aus der Ratsfraktion
Hans Butzen
Hans Butzen, Ratsherr und Bezirksvorsteher Hüls
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld will die positive Weiterentwicklung Krefelds weiter forcieren und dafür zielgerichtet Stellen in der Stadtverwaltung einrichten.

„Zum einen möchten wir die Stelle eines fachbereichsübergreifenden Quartiersmanagers schaffen“, erklärt Hans Butzen, personalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld. „Zum anderen fordern wir, die aktuell unbesetzte vierte Vollzeitstelle in der Unteren Denkmalbehörde zeitnah wiederzubesetzen und das Frontoffice in den Bezirksverwaltungsstellen zu stärken.“

Frontoffice der Bezirksverwaltungsstellen optimieren
Aufgrund von kurzfristigen Ausfällen seien Bezirksverwaltungsstellen für die tägliche Bearbeitung von Bürgeranliegen häufig nur unzureichend personell besetzt oder müssten temporär gar geschlossen werden. Lange Wartezeiten, volle Warteräume und frustrierte Bürgerinnen und Bürger seien die Folge, beschreibt Hans Butzen die Situation.

„Dies stellt uns in keiner Weise zufrieden. Die Leistungserbringung des Bürgerservices muss im Sinne einer bürgernahen und serviceorientierten Stadtverwaltung flächendeckend und vollumfänglich in den Bezirksverwaltungsstellen vor Ort sichergestellt werden. Nach Auffassung meiner Fraktion ist mit Blick auf die personelle Gesamtausstattung des Fachbereiches Bürgerservice keine Einrichtung zusätzlicher Stellen, sondern vielmehr ein optimiertes Konzept für einen effizienteren Personaleinsatz erforderlich. Instrumente wie sogenannte Springerstellen zur kurzfristigen Abdeckung von Ausfällen scheinen zur Optimierung des Frontoffices denkbar.“

Die SPD-Fraktion habe daher den Leiter des Fachbereichs Bürgerservice angeschrieben und ihn zur Darstellung und Erläuterung der aus seiner Sicht erforderlichen Maßnahmen für einen optimierten Personaleinsatz aufgefordert.

Quartiersmanager einführen
Die SPD-Fraktion habe weitere Bereiche in der Stellenplanung identifiziert, in denen sie großes Potenzial für die Stadtentwicklung sehe. Sowohl die Stelle des Quartiersmanagers, als auch die in der Unteren Denkmalbehörde sollen dabei auch das bürgerschaftliche Engagement vor Ort aufgreifen und fördern.

„Vor Ort in den Quartieren zeigt sich häufig eine komplexe Gemengelage, die sich in Form überforderter Nachbarschaften mit sozial schwierigen Strukturen, z.T. schlechter Bausubstanz und fehlender nachbarschaftlicher Hilfe äußert“, so Butzen. Hier wolle man mit einem städtischen Quartiersmanager ansetzen. Das Quartiersmanagement mit seinem integrativen Ansatz ist ein wirksames Instrument, um Akteure aus den verschiedenen Bereichen der Verwaltung, der lokalen Politik, der privaten Wirtschaft, der lokalen Vereine und der nicht organisierten Anwohner zusammenzuführen, um im Quartier wirtschaftliche und bauliche Entwicklungen sowie soziale Integration zu fördern.

„Mit den Projekten ‚Alte Samtweberei‘ und ‚Entwicklung altengerechter Quartiere‘ in der südlichen Innenstadt sowie mit dem Projekt „Leben mit Demenz“ in Fischeln existieren schon positive Beispiele erfolgreicher Quartiersarbeit. Diese Ansätze möchten wir mit der Stelle eines städtischen Quartiersmanagers koordiniert in der gesamten Stadt ausweiten und bereits jetzt in den Quartieren tätige Initiativen zusammenführen“, erläutert Butzen. „Die Impulse, die von konkreten Projekten in den Quartieren ausgehen, müssen gebündelt und vernetzt werden.“ Aufgabe des Quartiermanagers solle darüber hinaus auch die Schaffung verwaltungsinterner Strukturen für ein professionelles, gesamtstädtisches Quartiersmanagement sein, um soziale und städtebauliche Ansätze wirkungsvoll miteinander verbinden zu können.

Denkmalbehörde stärken
Ebenso wichtig für die Stadtentwicklung ist aus Sicht der SPD-Fraktion auch die Wahrung des architektonischen Erbes Krefelds. Dazu Hans Butzen: „Unsere Stadt verfügt über eine große Zahl denkmalschutzwürdiger Gebäude, die das Stadtbild prägen. Viele Krefelderinnen und Krefelder fühlen sich diesem Denkmalreichtum verpflichtet.“

Leider sei die Untere Denkmalbehörde zur Zeit personell nicht ausreichend besetzt, um die zahlreichen ihr obliegenden Aufgaben, wie beispielsweise die Ausstellung von Steuertestaten für private Denkmaleigentümer oder die Bearbeitung von Klageverfahren und Fördermaßnahmen bewältigen zu können. „Hierunter leiden sowohl im Speziellen die Krefelder Bürgerinnen und Bürger, die auf eine adäquate Unterstützung, Beratung und Bearbeitung ihrer Anliegen verzichten müssen, als auch die Stadtgesellschaft insgesamt, die den Erhalt ihres architektonischen Erbes nur ungenügend sicherstellen kann“, beschreibt der personalpolitische Sprecher der SPD-Fraktion die Situation. Aus diesem Grund soll die vierte Vollzeitstelle in der Unteren Denkmalbehörde wiederbesetzt werden.

Großprojekte koordinieren und Jugendarbeit stärken
Weitere Initiativen der SPD-Fraktion seien die Einführung einer Stelle eines Projektkoordinators im Geschäftsbereich Planung, Bau und Gebäudemanagement. Dieser solle die großen städtischen Projekte an den Schnittstellen der Verwaltung koordinieren sowie geschäfts- und fachbereichsübergreifende Prozesse initiieren. Die Arbeit des Jugendzentrums „Türmchen“ in Hüls soll mit einer zusätzlichen Sozialpädagogin gestärkt werden.

Kommunaler Ordnungsdienst und Sportstätteninstandsetzung
Die bereits vom Oberbürgermeister eingeplanten vier zusätzlichen Stellen für den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) werden von der SPD-Fraktion ausdrücklich begrüßt. Man werde eine stärkere Präsenz, Mobilität und vor allem auch Wahrnehmbarkeit des Ordnungsdienstes erreichen und freue sich, dass der Antrag der SPD-Fraktion zur Stärkung des KODs aus den letztjährigen Haushaltsberatungen Gehör gefunden habe. Auch die Initiative des Oberbürgermeisters zur Einrichtung einer Projektgruppe Sportstättensanierung und der damit verbundenen Schaffung von zwei neuen Stellen für die Instandsetzung der Sportstätten, begrüßt die SPD-Fraktion ausdrücklich.