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06. April 2017 (19.00 Uhr)

Care Revolution - Schritte in eine solidarische Gesellschaft, 19.00 Uhr, Südbahnhof, Saumstr. 9, Krefeld

Es ist oft harte Arbeit, wenn Menschen sich umeinander kümmern, einander helfen, wenn sie Mahlzeiten zubereiten, Kinder erziehen, Menschen pflegen, wenn vorgelesen, betreut, unterstützt wird. Wie würde unser Leben aussehen, wenn es diese sogenannte „Care Arbeit“, d.h. sorgende Arbeit, nicht geben würde? Etwas sehr Entscheidendes, Stabilisierendes und Wärmendes würde fehlen - zugespitzt könnte man sogar sagen: wir könnten ohne diese Arbeit gar nicht überleben.
Und dass wir kein treffendes Wort dafür kennen, führt mitten ins Thema. Denn für unsere Gesellschaft ist Care Arbeit selbstverständlich, eine unentgeltliche oder sehr günstige Ressource, der wenig Wertschätzung, auch in ökonomischer Hinsicht, entgegen gebracht wird.
Das trifft zu einem großen Teil Frauen, denn sie leisten diese Arbeit häufig: Frauen, die sich neben dem Beruf um Familie, Nachbarschaft und vieles mehr kümmern, die als Erzieherinnen oder in pflegenden Berufen arbeiten. Die geringe Bezahlung dieser Berufsgruppen und die Selbstverständlichkeit, mit der Frauen zusätzlich zur Berufstätigkeit Care-Arbeit leisten, entsprechen ihrer Bedeutung für die Gesellschaft nicht.
In ihrem Buch "Care Revolution" beschreibt Prof. Winker den Weg in eine solidarische Gesellschaft, die nicht Profitmaximierung, sondern menschliche Bedürfnisse und die Sorge umeinander ins Zentrum stellt - eine Gesellschaft, in der Care Arbeit einen anderen, angemessen Stellenwert erhält.

Die Frauen der Sozialdemokratie Krefeld kooperieren bei dieser Veranstaltung mit der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) und der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen im Gesundheitswesen (ASG).

Alle Männer und Frauen sind uns herzlich willkommen!

Rückfragen per mail an Ruth Esser-Rehbein, ruthesser@gmx.de