Informationsveranstaltung zum Thema Bahnprivatisierung

Im Gespräch mit Interessierten: Hubert Dieregsweiler, Siegmund Ehrmann, MdB und Tony Michels

Großes Interesse fand die gut besuchte Veranstaltung zur aktuellen Diskussion um die Privatisierung der Deutschen Bahn. Gerda Schnell und Tony Michels vom Vorstand des Ortsvereins Krefeld-Mitte konnten neben rund 25 Bürgern mehrere Vertreter des Fahrgastverbandes Pro Bahn – darunter Sprecher Hubert Dieregsweiler – sowie den Betriebratsvorsitzenden der DB-Fahrzeuginstandhaltung GmbH in Oppum (früher Ausbesserungswerk), Dietmar Giesen, begrüßen.

Gebannt verfolgten die Gäste im renovierten Saal des Josef-Hellenbrock-Hauses auf dem Südwall zunächst den spannenden Film "Bahn unterm Hammer".

SPD-Bundestagsabgeordneter Siegmund Ehrmann erwies sich wieder einmal als hervorragend vorbereiteter und kompetenter Gesprächspartner. Er zeigte sich von der Notwendigkeit einer Teilprivatisierung überzeugt, stimmte jedoch mit den Diskussionsteilnehmern überein, dass die Infrastruktur – Bahnhöfe und Gleisanlagen – in das Eigentum und den Verantwortungsbereich des Bundes gehören. Zudem müsse die Mehrheit der Anteile der Deutschen Bahn unbedingt beim Bund verbleiben.

Auf keinen Fall dürfe die Anbindung Krefelds und des Niederrheins aus Kostengründen weiter eingeschränkt werden, wurde ihm von den Zuhörern mit auf den Weg gegeben.

Hubert Dieregsweiler und Dietmar Giesen beteiligten sich rege an der Diskussion. Giesens größte Sorge galt den Arbeitnehmern: "Wenn noch mehr Arbeitsplätze wegfallen, führt das zu einer unerträglichen Arbeitsverdichtung, die im übrigen auch zwingend zu Lasten der Bahnkunden gehen würde."