Synagoge als Publikumsmagnet

Ein Teil der Besucher auf der Galerie
Der Davidstern in der Eingangshalle
Davidstern in der Eingangshalle der Synagoge

Als hätte die ganze Stadt auf das Sommer-Ferien-Programm der SPD gewartet….. Es hagelt täglich neue Anmeldungen, und ganz besonders viele Krefelder melden sich zum Besuch der Synagoge an und für die Fahrt zur Moschee "Das Wunder von Marxloh". Ein (!) Besuch der Synagoge ist angeboten worden, für mindestens fünf (!) reichen die Anmeldungen!

Die erste Führung hat jetzt stattgefunden, von Ratskandidatin Dilan Ceylan-Sippel souverän und kompetent geleitet. Johann Schwarz, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, führte seine Besucher selbst durch die hellen, freundlichen Räume des neuen Bauwerks.

Alle 29 Besucher, auch der 9-jährige Nils, zeigten sich überaus interessiert und scheuten sich nicht, Fragen zur Architektur, zum Jüdischen Kalender, den Festtagen und dem Leben der Jüdischen Gemeinde in Krefeld zu stellen. Freundlich, humorvoll und geduldig ging Schwarz auf die Fragen ein.

Besonders beeindruckt waren die Besucher vom wiederhergestellten dreiteiligen Glasfenster mit Davidstern, das der bedeutende niederländische Künstler Johann Thorn-Prikker 1928 für die später von den Nazis zerstörte Synagoge geschaffen hatte.

Geradezu überwältigt aber waren sie vom Anblick des hellen Synagogenraumes; Blickfang dort ist vor allem der Thora-Schrein, der von zwei großen Granitstelen als Symbole der Gesetzestafeln gehalten wird.

Dilan Ceylan-Sippel wiederholte in ihrem Dank an Johann Schwarz und die sehr disziplinierten Gäste ein von Schwarz genanntes Zitat. "Man kommt nur weiter, wenn man interessiert ist", und bat die Teilnehmer, weiterhin so neugierig zu bleiben, von der Schönheit unserer Synagoge zu berichten und damit Botschafter zu werden zwischen den Religionen und Kulturen.