Anhaltendes Interesse der Bürger an der neuen Krefelder Synagoge

Besuchergruppe vor den Thorn-Prikker-Fenstern
Thorn-Prikker-Fenster
Die Besuchergruppe in der Synagoge, in der Mitte Michael Gilad
Besuchergruppe in der Synagoge, in der Mitte Michael Gilad

Bereits im vergangenen Jahr stieß das Angebot der SPD Mitte, der neuen Krefelder Synagoge einen Besuch abzustatten, auf so großes Interesse, dass schließlich vier Führungen stattgefunden haben. Da lag es nahe, einen solchen Besuch im Rahmen des diesjährigen Sommer.Ferien.Programms erneut anzubieten. Die Resonanz war wieder überwältigend, die Veranstaltung war im Nu "ausverkauft", etliche Bürger mussten auf das nächste Jahr vertröstet werden.

Wer das Glück hatte, diesmal dabei zu sein, erlebte höchst interessante und informative Stunden mit Michael Gilad, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Krefeld, und mit der Muslima Dilan T. Ceylan-Sippel, welcher die Verständigung zwischen den Religionen ein Herzensanliegen ist.

Frau Ceylan-Sippel, stellvertretende Vorsitzende der SPD Krefeld und Leiterin des SPD-Arbeitskreises Integration, freute sich über das offensichtliche Interesse der zahlreichen Besucher, und Michael Gilad beantwortete geduldig, kenntnisreich und humorvoll alle Fragen, zum Teil übrigens auch sehr persönliche.

Die Besucher waren sichtlich beeindruckt, und dies nicht nur von der wunderbaren Architektur und den schönen Details des Neubaus wie etwa den drei Fenstern nach Entwürfen von Thorn Prikker in der Fassade zur Wiedstraße. Wer hatte z.B. je davon gehört, dass die erste Übersetzung des Korans ins Deutsche von einem Krefelder Juden stammt? Nämlich von Dr. Lion Ullmann, der 1835 zum Oberrabbiner gewählt worden ist.

Abschließend bat Dilan T. Ceylan-Sippel die Gäste, ihre Eindrücke anderen mitzuteilen und so zur Öffnung der Kulturen und zu einem besseren gegenseitigen Verständnis beizutragen.