Mit Uli Hahnen MdL in Mülheim an der Ruhr

Mülheim, Blick aus dem 22. Stock des Technischen Rathauses
Blick aus dem 22. Stockwerk des Technischen Rathauses
Museum "Alte Post" und Brunnen von Otto Herbert Hajek
Museum "Alte Post" und Brunnen von Otto Herbert Hajek

Blitzschnell ausgebucht war eine Fahrt nach Mülheim an der Ruhr, zu der Uli Hahnen im Rahmen des SPD-Sommer-Ferien-Programms eingeladen hatte. Der Krefelder Uli Hahnen MdL pflegt einen guten Kontakt zur Kulturhauptstadt Europas und vor allem zu Prof. Peter Vermeulen, dem dortigen Beigeordneten für Schule, Jugend und Kultur, der zwar seit vier Jahren in Mülheim wirkt, aber selbstverständlich immer noch in der Seidenstadt wohnt. Da nimmt es nicht Wunder, dass Vermeulen für die Gäste des Landtagsabgeordneten ein umfangreiches und interessantes, aber auch ein wenig anstrengendes Programm vorbereitet hatte.

Der Beigeordnete ließ es sich nicht nehmen, den Krefelder eines seiner Lieblingsprojekte selbst zu zeigen, nämlich das erst am 22. August 2010 eröffnete Medienhaus am Synagogenplatz. Das an den Bauhaus-Stil erinnernde Gebäude mit graden Linien und viel Glas bildet einen schönen Hintergrund zur gelb-blau-roten Brunnen-Skulptur von Otto-Herbert Hajek aus dem Jahre 1977. Im Kontrast dazu steht das Kunstmuseum Alte Post, wo der Leiter der Museumspädagogik, Dr. Gerhard Ribbrock, die Besucher zu wunderbaren Werken der Klassischen Moderne u.a. von Emil Nolde, Franz Marc, August Macke und Wassili Kandinsky führte. Ribbrock erläuterte darüber hinaus kenntnisreich und mit feinem Humor die aktuelle Grafik-Ausstellung "Daphnis und Chloé" von Marc Chagall. Ein wenig wehmütig schauten sich die Krefelder den kleinen Schrank an, den Heinrich Campendonk in Grautönen für die Villa Merländer bemalt hat. Zusammen mit drei weiteren von Campendonk gestalteten Möbelstücken ergänzt dieser Schrank die ansehnliche Sammlung von Campendonk-Bildern in diesem Kunstmuseum. Es wurde allgemein bedauert, dass sich die Stadt Krefeld dermaleinst nicht hatte durchringen können, die Exponate selbst zu kaufen.

Mit einer Stadtführung ging es weiter, wobei ein Besuch des neuen "Technischen Rathauses", wo das gesamte Dezernat Umwelt, Planen und Bauen sowie der Eigenbetrieb ImmobilienService untergebracht worden sind, nicht fehlen durfte. Die Besucher konnten sich vom 22 Stockwerk aus Mülheim und die gesamte Umgebung ansehen. Danach gab es noch Gelegenheit, eine Kirche im Bauhaus-Stil sowie die weltweit größte "Camera Obscura" in der Kuppel des Broicher Wasserturms zu besuchen.

Als letztes Schmankerl wartete das Industriedenkmal Ringlokschuppen aus dem Jahre 1900 auf die Gruppe. Der Ort für avancierte Kulturprojekte der Freien Szene – Theater, Musik, Tanz, Performance, Lesung – und Spielstätte großer Festivals wie der RuhrTriennale, der Mülheimer Stücke und der Impulse, hat auch ein gemütliches Restaurant, in dem sich die Krefelder stärken und wo sie die zahlreichen Eindrücke dieser kleinen Städtereise Revue passieren lassen konnten. Prof. Peter Vermeulen schaute auch noch einmal vorbei und etliche Seidenstädter versicherten ihm, dies werde bestimmt nicht ihr letzter Besuch in Mülheim an der Ruhr gewesen sein.