Weltweite Bewegung: „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“

Anja Ingenbleek, Jörg Wortmann und Frank Meyer
Anja Ingenbleek, Jörg Wortmann und Frank Meyer vor dem beleuchteten Krefelder Rathaus

Mit einer Gedenkfeier und einer Lichtaktion hat sich die Stadt Krefeld am 30. November am weltweiten Tag "Cities for Life" beteiligt. Der Protest dieser Städte – es sind mittlerweile rund 1200 Städte in 81 Ländern – richtet sich gegen die Todesstrafe, an der auch jetzt im 21. Jahrhundert viele Staaten immer noch festhalten, sogar eine moderne Industrienation wie die USA. In seiner Ansprache in klirrender Kälte vor dem beleuchteten Rathaus erinnerte Bürgermeister Frank Meyer an den Ursprung des Gedenktags: Am 30. November 1786 hat das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt ganz offiziell die Todesstrafe abgeschafft. Seit dem Jahr 2002 versammeln sich an diesem Datum alljährlich engagierte Bürger und demonstrieren für die Abschaffung der Todesstrafe.

Allein in den USA wurden von 1977 bis heute mehr als 1200 Menschen hingerichtet. Dabei hat sich das "Nein" zur Todesstrafe längst zu einem weltweiten Trend entwickelt: Eine Mehrheit von 139 Staaten wendet diese Strafe nicht mehr an. Das ist sicher auch ein Verdienst von Amnesty International. Diese Bewegung sorgt Jahr für Jahr nicht nur in der Seidenstadt dafür, dass dieses traurige Thema nicht in Vergessenheit gerät.