Stellenabbau und Lohnkürzungen bei HELIOS – Uli Hahnen beteiligt sich am Warnstreik

Uli Hahnen MdL (Mitte) mit streikenden HELIOS-Mitarbeitern. Foto: Gerda Schnell
Uli Hahnen MdL (Mitte) mit streikenden HELIOS-Mitarbeitern

Die Gewerkschaft ver.di hatte zum Warnstreik gegen geplanten Stellenabbau und Lohnkürzungen beim HELIOS-Klinikum aufgerufen, und Krefelds Landtagsabgeordneter Uli Hahnen war selbstverständlich dabei.

Hintergrund: Mitarbeiter der sogenannten patientenfernen Dienste, so z.B. Pförtner und Techniker, sollen nach dem Willen der Konzernleitung in ein Tochterunternehmen ausgelagert werden. Da aber dort ein anderer Tarifvertrag angewendet wird, hätte das erhebliche finanzielle Einbußen zur Folge. "Ein verheirateter Familienvater mit zwei Kindern, der bisher auf 2655 Euro brutto kam, müsste zukünftig auf 662,40 Euro verzichten. Was das für eine Familie bedeutet, kann sich jeder von uns leicht ausmalen. Hier werden Existenzen massiv gefährdet", sagt Uli Hahnen, der als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Krefelder Stadtrat natürlich auch an die dramatischen Folgen für den städtischen Haushalt denken muss.

"Der Oberbürgermeister hat die Privatisierung des Klinikums als seinen größten politischen Erfolg gefeiert. Jetzt erleben wir, was diese Entscheidung für Auswirkungen hat. Ich erwarte von ihm, dass er als Vorsitzender des Aufsichtsrates endlich seinen Einfluss geltend macht", fordert Hahnen. Mit der SPD werde es keine Entscheidungen im Aufsichtsrat geben, die den Interessen der Beschäftigten und der Stadt Krefeld widersprechen. Es könne nicht angehen, dass die Mitarbeiter existentiell bedroht würden und HELIOS möglicherweise auch noch eigene Kosten auf die Stadt Krefeld und die die Allgemeinheit abwälzen würde. Das wäre der Fall, wenn Beschäftigte durch weniger Einkommen zu "Aufstockern" werden. Das heißt, wenn Einkommen durch Arbeitslosengeld II auf das Niveau der Grundsicherung für Arbeitsuchende aufgestockt wird, weil das zu berücksichtigende Einkommen unterhalb dieser Leistungen liegt.

"Wenn sich die Informationen über Stellenabbau und Lohnkürzungen im HELIOS-Klinikum so bestätigen sollten wie berichtet, werden alle unsere Befürchtungen, die wir bei der Privatisierung im Jahr 2008 hatten, auf schreckliche Weise Wirklichkeit. Die seit der Privatisierung vorgenommenen Investitionen sind natürlich zu begrüßen. Aber sie dürfen auf keinen Fall auf Kosten der Beschäftigten gehen", kritisiert Hahnen die Salamitaktik zur Gewinnmaximierung der Geschäftsführung des HELIOS-Klinikums.