150 Menschen bei Mahnwache gegen Atomkraft

Uli Hahnen MdL bei der Demonstration auf dem Neumarkt. Foto: Thomas Lammertz
Uli Hahnen MdL bei der Demonstration auf dem Neumarkt. Foto: Thomas Lammertz

Bericht in der Rheinischen Post Krefeld, 14. März 2011:

"Hintergrund der bundesweiten Demonstrationen am Montagabend ist die atomare Katastrophe, die Japan nach dem schweren Erdbeben am vergangenen Freitag droht. Die SPD-Ratsfraktion kam geschlossen auf den Neumarkt. Die Politiker hatten für die Mahnwache eigens ihre Fraktionssitzung abgebrochen. "Was in Japan passiert ist, hat die Diskussion nicht verändert, sondern gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir aus der Atomkraft raus kommen. Wir wollen gegen die Laufzeitverlängerung der Meiler demonstrieren," erklärte Ulrich Hahnen, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion.

Auch viele Vertreter der Grünen waren zum Neumarkt gekommen, um sich gegen Atomkraft einzusetzen. „Eine Aussetzung der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke reicht nicht", so Harry von Bargen, Sprecher der Krefelder Grünen. "Wir fordern, dass mindestens die sieben ältesten Meiler in Deutschland abgeschafft werden."

Organisator Peter Lommes erinnerte vor Beginn der Mahnwache an die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Japan: "Nun droht nach der Naturkatastrophe eine von Menschen gemachte Katastrophe. Die drohende Kernschmelze in gleich mehreren Atommeilern wird Folgen haben, die wir jetzt noch gar nicht abschätzen können", sagte Lommes. "Atomkraftwerke müssen abgeschafft werden – am besten alle und zwar möglichst bald."

Zahlreiche Demonstranten waren mit Schildern und Plakaten mit der Aufschrift "Abschaffen! Ob Atomkraftwerk oder Atombombe – die Katastrophe ist vorprogrammiert." auf den Neumarkt gekommen. Einige hatten Kerzen angezündet um an die Opfer in Japan zu erinnern, andere machten mit Trommeln und anderen Musikinstrumenten auf sich aufmerksam.