„Arbeitnehmerfreizügigkeit“ / 1. Mai 2011 – Ist Deutschland richtig aufgestellt gegen Lohn- und Sozialdumping?

Ab dem 1. Mai 2011 gilt die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit. Alle EU-Bürger (Ausnahme: Bulgarien und Rumänien) können dann ohne Beschränkungen in Deutschland arbeiten, und zwar nach den Arbeits- und Tarifbedingungen, die im Stammland ihres Arbeitgebers gelten.

Nach Ansicht des DGB geht es keineswegs darum, den deutschen Arbeitsmarkt abzuschotten. Die Gewerk-schaften sehen Deutschland jedoch nur unzureichend für die Öffnung des Arbeitsmarktes gerüstet und erwarten heftige Verwerfungen, vor allem wegen des Fehlens eines gesetzlichen Mindestlohnes.

Wir wollen gemeinsam über die Risiken und Chancen dieser Entwicklungen diskutieren. DGB, IG Metall und ver.di in Krefeld laden daher zum Informations-und Diskussionsforum am 31. März um 18:00 Uhr in die Fabrik Heeder ein.

Die relevanten Fragen lauten:

– Was bringt die EU-Öffnung für den Arbeitsmarkt auch am Niederrhein, welche Maßnahmen sollten und müssen ergriffen werden, was kommt auf die Menschen hier zu?

– Welche Vorkehrungen müssen getroffen werden, um Lohndumping entgegenzuwirken?

– Reicht eine Aufnahme der Zeitarbeit ins Arbeitnehmerentsendegesetz aus?

Zu diesen Fragen wird als Experte Dr. Thorsten Schulten vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in Düsseldorf Stellung nehmen.