Hilde Mattheis MdB: „Pflege gehört in die Mitte der Gesellschaft“

Pflege und Betreuung älterer und kranker Menschen müssen angemessen gesichert sein
Pflege und Betreuung älterer und kranker Menschen müssen angemessen gesichert sein
Immer in Eile - die Pflegenden
Immer in Eile – die Pflegenden

Kompetent und glaubwürdig besetzt präsentierte sich das Podium den rund 50 Gästen, die der Einladung Bernd Scheelens in die Räumlichkeiten des KreVital gefolgt waren. Der Krefelder Bundestagsabgeordnete hatte sich für diese Veranstaltung der Reihe "SPD-Bundestagsfraktion vor Ort" eines immer drängender werdenden Problems angenommen, nämlich der "Zukunft der Pflege".

Neben ihm standen dem interessierten und offensichtlich meist vom Fach kommenden Publikum Rede und Antwort: Michael Lenzen von der Evangelischen Altenhilfe Krefeld, Ali Celik, Leiter von "Pflege Optimal", Wolfgang Pasch, Krankenpfleger und Vorsitzender der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (Niederrhein), Matthias Grünewald vom Bildungszentrum für Kompetenzentwicklung der Uniklinik Düsseldorf und nicht zuletzt Hilde Mattheis MdB, pflegepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, die sogar eigens aus Ulm angereist war.

Aus unterschiedlichen Perspektiven diskutierte man die Fragen, die gerade auch der demographische Wandel in Deutschland aufwirft. Es herrschte Einigkeit, dass das Thema Pflege "in die Mitte der Gesellschaft gehört", wie es Hilde Mattheis formulierte. Denn jeder zweite Mitbürger in Deutschland werde im Verlaufe seines Lebens pflegebedürftig oder müsse früher oder später selbst einen Angehörigen pflegen, wusste die Gesundheitsexpertin zu berichten. Damit sei das Thema Pflege schon längst zu einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung geworden.

Die lebhafte Diskussion drehte sich vor allem um den drohenden Mangel an Fachkräften, um Pflegenoten und um die immer noch verbesserungswürdige Bezahlung des pflegenden Personals. Beklagt wurden mangelnde Unterstützung und geringe Wertschätzung, die den Pflegenden und ihrem Beruf entgegen-gebracht werde.

Hilde Mattheis erklärte, die SPD-Bundestagsfraktion wolle die Pflegeversicherung im Rahmen der angestrebten Bürgerversicherung weiterhin einkommensabhängig solidarisch finanzieren und dadurch entstehende Mehrkosten durch Einbeziehung aller Versicherten auffangen.