Leider schon ausgebucht: Wo liegen Stolpersteine in Krefelds Innenstadt und was sagen sie uns?

Stolperstein in Münster
Stolperstein in Münster

Leider schon ausgebucht ist ein von Dr. Ingrid Schupetta begleiteter Rundgang zu den in Krefeld verlegten Stolpersteinen. Der Text der Einladung lautete wie folgt:

Wo in Krefeld liegen "Stolpersteine" und was sagen sie uns? Bei Interesse kann man an einem Rundgang mit der Leiterin der NS-Dokumentationsstelle, Frau Dr. Ingrid Schupetta, teilnehmen, den die SPD Krefeld-Mitte am 4. August anbietet.

Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung unter Tel. 862025 wird gebeten. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr am Platz an der Alten Synagoge. Die Vorsitzende der SPD Mitte, Ratsfrau Anke Drießen-Seeger, sowie Vorstandsmitglied Wolfgang Günther werden die Führung begleiten.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnorten der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges eingelassen.

In einigen Städten werden die Genehmigungen für die Verlegung der Stolpersteine erst nach mehr oder weniger langer Diskussion und teilweise nur unter Auflagen (zum Beispiel Zustimmung der Hauseigentümer) erteilt. In Krefeld lehnte beispielsweise der Stadtrat eine Verlegung auf Wunsch der jüdischen Gemeinde ab, die sich der Argumentation Knoblochs anschloss. Erst nach einem erfolgreichen Bürgerbegehren wurde ein Kompromiss gefunden. Wenn die jeweiligen Hauseigentümer und die Angehörigen der Opfer zustimmen, können die Stolpersteine verlegt werden.