Die Lutherkirche und ihre berühmte Walcker-Orgel

Besuchergruppe in der Lutherkirche, im Hintergrund die Walcker-Orgel
Die Gäste der SPD in der Lutherkirche

Die SPD Krefeld-Süd ist stolz auf die positive Entwicklung ihres Stadtteils, und dazu gehört auch die erfolgreiche Restaurierung der wertvollen Walcker-Orgel in der Lutherkirche.

Die beiden Vorstandsmitglieder Gaby Mörchen und Jan-Georg Simon haben deshalb im Rahmen des diesjährigen Sommer-Ferien-Programms eine Besichtigung dieser Kirche angeboten. Sie konnten Professor Karlheinz Schüffler, den Vorsitzenden des Fördervereins Walcker-Orgel, sowie Frau Karstjen Schüffler-Rohde für die fachkundige Begleitung der zahlreichen Besucher gewinnen.

Nach einer interessanten Einführung über Geschichte, Baustil und Ornamentik der Kirche ging Professor Schüffler auf Geschichte und Technik seiner großen Liebe Walcker-Orgel ein. Der passionierte Orgelspieler kennt das Instrument in- und auswendig, bleibt keine Antwort schuldig. Beeindruckt lauschten die Gäste, als er einige Melodien spielte, um ihnen den ganz besonderen Klang dieses historischen Instruments nahezubringen.

Eberhard Friedrich Walcker, geb. am 3. Juli 1794 in Cannstatt, gestorben am 2. Oktober 1872 in Ludwigsburg, war ein deutscher Orgelbauer und wie sein Sohn Oskar „Walcker Hof-Orgelbaumeister unter König Wilhelm II. von Württemberg und Lieferanten des Vatikans“. Die auf ihn zurückgehende Orgelbaufirma in Ludwigsburg gehörte zeitweilig zu den größten und renommiertesten weltweit.

Walcker gilt als der bedeutendste deutsche Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. Er erlangte Bedeutung durch verschiedene technische und klangliche Verbesserungen, insbesondere durch die Vervollkommnung der Kegellade. Er wurde in der Orgelbauwerkstatt seines Vaters Johann Eberhard Walcker ausgebildet und gründete 1821 in Ludwigsburg seine eigene Werkstatt (ab 1854 unter dem Namen E. F. Walcker & Cie.). Sein erstes bedeutendes Werk war die 1833 vollendete Orgel in der Frankfurter Paulskirche (Opus 9), die international Beachtung fand.

Zu Walckers epochemachenden Innovationen im Orgelbau gehören die Perfektionierung und Verbreitung der Kegellade, eine für die deutsche Orgelromantik stilbildende Dispositionsweise, sowie die von Abbé Vogler inspirierte konsequente Ausnutzung der Teiltöne. Walcker gelang der Bau des ersten offenen 32′-Registers, das, konstruktionsbedingt, klanglich einschließlich der tiefen Töne befriedigend ausfiel. Auch ist ihm Einführung des Jalousieschwellers in Deutschland zu verdanken; eine Einrichtung, die er – vermittelt durch Vogler – aus England und Frankreich übernahm. (Informationen: Wikipedia)

Hier noch ein Hinweis für alle, die an dieser Führung nicht teilnehmen konnten:

Sonntag, 11. September 2011
Tag des offenen Denkmals
15.30 Uhr: Die Walcker-Orgel – Ihre Geschichte und Funktion
Am Tag des offenen Denkmals – nach der Kirchenführung (15 Uhr) – wird die Geschichte und Technik dieses unter Denkmalschutz stehenden Instrumentes erklärt und gezeigt.
Referent: Prof. Dr. Karlheinz Schüffler

Weitere Termine und Informationen finden Sie auf den Seiten des Fördervereins Walcker-Orgel
(http://www.walcker-orgel-krefeld.de/).