Erlebnisreicher Ausflug zur Museumsinsel Hombroich

Die Gäste der SPD mit dem Künstler Jens Stittgen
Die Gäste der SPD mit dem Künstler Jens Stittgen im "Graubner Pavillon", entworfen von Erwin Heerich
Auenlandschaft Hombroich
Typische Auenlandschaft auf Hombroich

Fünfzehn Krefelderinnen und Krefelder waren der Einladung des SPD-Ortsvereins Krefeld-Nord gefolgt, einen Sommerferientag auf der Museumsinsel Hombroich in Neuss-Holzheim zu verbringen.

Das ungewöhnliche Museum erfüllt alle von erholungsbedürftigen Daheimgebliebenen geschätzten Eigenschaften einer Insel, denn Stressverursacher wie Verkehr, Lärm und Baustellen bleiben zurück, ungetrübte Wahrnehmung wird wieder möglich. Eingebettet in die idyllische Auen- und Parklandschaft gehen hier Kunst, Natur und Architektur eine einzigartige Verbindung ein.

Unter sachkundiger Führung des Graubner-Meisterschülers Jens Stittgen erkundete die Gruppe die über das 24 Hektar große Gelände verstreuten Gebäude, die wie Skulpturen wirken und größtenteils von Erwin Heerich entworfen worden sich.

Mittags kehrte die Gruppe in die ebenfalls von Erwin Heerich entworfene Cafeteria ein. Auch hier ist alles anders als gewohnt: das sehr einfache,
wohlschmeckende Essen ist im Eintrittspreis inbegriffen, jeder kann essen, soviel er möchte. Begeistert kehrten die Teilnehmer nach Krefeld
zurück und baten Ausflugsleiterin Ruth Esser-Rehbein, die Tour im nächsten Jahr unbedingt zu wiederholen.

Wikipedia:

Das Museum Insel Hombroich im Stadtteil Holzheim von Neuss ist ein Freilichtmuseum für Kunst. Es steht unter dem Motto „Kunst parallel zur Natur“ in Anlehnung an ein Leitmotiv von Paul Cézanne. Es wird heute von der Stiftung Insel Hombroich getragen, ebenso wie die Raketenstation Hombroich.

Der Düsseldorfer Kunstsammler Karl-Heinrich Müller erwarb 1982 die Insel Hombroich, einen verwilderten Park an der Erft und begann in Zusammenarbeit mit mehreren bildenden Künstlern sein Konzept zu verwirklichen, seine Kunstsammlung in dezentralen Ausstellungspavillons zu zeigen und im Dialog mit der umgebenden Natur zu präsentieren.

Für die Planung der Gebäude gewann Müller den Düsseldorfer Bildhauer Erwin Heerich. In der ersten Bauphase entstanden im historischen Park eine Orangerie, der Graubner-Pavillon und die Hohe Galerie.

Im Jahre 1984 erwarb Müller ein weiteres, größeres Areal. Der Landschaftsarchitekt Bernhard Korte rekultivierte das Gelände zu einer Landschaft mit Parks, Auen und Terrassen.

Hier entstanden weitere skulpturenartige, von Erwin Heerich entworfene und von dem Düsseldorfer Architekten Hermann Müller ausgeführte Bauten: das Labyrinth, die Cafeteria, der Turm, der Tadeusz-Pavillon, die Schnecke, das Zwölf-Räume-Haus und das Kassengebäude.

In einigen dieser Bauten ist die Kunstsammlung Müllers untergebracht, darunter Werke von Hans Arp, Alexander Calder, Paul Cézanne, Eduardo Chillida, Lovis Corinth, Jean Fautrier, Yves Klein, Henri Matisse, Francis Picabia, Rembrandt van Rijn, Kurt Schwitters, Kunst der Khmer und Kunstwerke aus dem frühen China).

Der Düsseldorfer Maler Gotthard Graubner beriet Müller nicht nur beim Aufbau der Sammlung, sondern er entwickelte auch ein spezielles Ausstellungskonzept: Im Gegensatz zur gängigen Museumspraxis sind die Exponate nicht chronologisch geordnet oder nach Stilrichtungen präsentiert. Graubner hat vielmehr in den verschiedenen Pavillons Dialoge zwischen traditioneller asiatischer und moderner europäischer Kunst inszeniert. Auf erklärende Hinweise wird grundsätzlich verzichtet, damit sich die Besucher intuitiv auf die Kunstwerke einlassen können.

Ateliers auf dem Museumsgelände besitzen beziehungsweise besaßen unter anderem die bildenden Künstler Anatol Herzfeld, Erwin Heerich und Gotthard Graubner. (Informationen: Wikipedia)