Uli Hahnen empfängt hochrangige Krefelder Karnevalisten im Landtag

"Krefeld Helau" hieß es am 8. Dezember im bereits weihnachtlich geschmückten Düsseldorfer Landtag. Auf Einladung des Abgeordneten Uli Hahnen waren hochrangige Vertreter des Krefelder Karnevals zu Besuch. Neben dem amtierenden Prinzenpaar, Tobias I. und Nina I., dessen gesamter Ministerriege und den beiden Prinzenpaaren der vorausgegangenen Sessionen, Manfred und Beate Rundholz sowie Christian und Ursula Kölker, konnte Uli Hahnen weitere Abgesandte des Krefelder Karnevals begrüßen.

Vor einem Gespräch mit dem SPD-Politiker verfolgten die Krefelder Jecken die Aktuelle Stunde der Landtagssitzung, in der es um die beabsichtigten gut 150 Atommülltransporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus ging. Ein ernstes Thema für alle und auch für die Karnevalisten, wie sich im Gespräch mit Uli Hahnen zeigte. Hahnen erklärte, der Bund plane eine für Nordrhein-Westfalen teure, riskante und überflüssige Irrfahrt von 300.000 hochradioaktiven Brennelementen durch unser Land – vermutlich auch durch Krefeld. "Die Menschen, die entlang dieser Strecke leben und arbeiten, haben völlig recht, wenn sie das nicht akzeptieren. Diese Castor-Transporte würden darüber hinaus massive Polizeieinsätze erfordern. Dabei gibt es mit der Fortführung des bisherigen Zwischenlagers in Jülich, das entsprechend ertüchtigt werden sollte, nach wie vor eine verantwortbare Alternative", betonte der Abgeordnete. Einig war man sich darin, dass die Problematik mittelfristig mit der Schaffung eines atomaren Endlagers gelöst werden müsse.

Abseits dieser ernsten Thematik fand sich aber auch Zeit, u.a. über das karnevalistische Brauchtum des Parlamentsbetriebs im Landtag zu sprechen. Hahnen berichtete, dass die sonst übliche Anrede zu Beginn einer Plenarrede – "Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen" – in der Hochzeit des Karnevals insbesondere von den Kölner Abgeordneten – egal welcher politischen Couleur – nicht selten dahingehend abgeändert werde, dass die Anrede dann "Alaaf Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen" laute. Nun sind die Karnevalisten der Seidenstadt gespannt darauf, ob auch Uli Hahnen im kommenden Jahr mit den Worten "Helau Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen" an das Rednerpult des Plenarsaals treten wird.