SPD diskutiert mit den Bürgern über das Thema „Einzelhandel“

Wolfgang Merkel am SPD-Infostand
Wolfgang Merkel am Infostand der SPD Traar
Dave Hänsel macht der SPD Konkurrenz

Großer Andrang in Traar. Nicht nur Dave Hänsel, Fernsehkoch der "Lokalzeit" aus Düsseldorf, sondern auch die SPD Nord-Ost hat ihre Zelte auf dem Wochenmarkt in Traar aufgeschlagen. Gibt es bei Dave Hänsel Kabeljau mit Tomaten und Mozzarella, werden die Marktbesucher von der SPD zu Kaffee, Kuchen und Diskussionen eingeladen.

"Wir möchten mit den Bürgern ins Gespräch kommen und erklären, warum wir uns für die Ansiedlung eines größeren Nahversorgers auf der Fläche nördlich des Festplatzes einsetzen", sagt Wolfgang Merkel, der Vorsitzende der SPD in Traar.

Die Diskussion mit den Bürgern spiegelt die Situation in Traar wider: Einige finden sich mit dem jetzigen Zustand ab, andere beklagen das begrenzte Angebot und die beengten Räumlichkeiten beim aktuellen Nahversorger an der Moerser Landstraße. Man wünscht sich das Angebot und den Komfort, den die andere Supermärkte bieten. Vermehrt wird das Geld der Traarer Bürger in Kapellen ausgegeben, wo mittlerweile ein kleines Einkaufszentrum entstanden ist.

"Die Schützen hätten nichts gegen einen Supermarkt in unmittelbarer Nachbarschaft des Festplatzes, könnten sie doch so ihren Platz für die Zukunft sichern", sagt Merkel, der sich für seinen Stadtteil in der Bezirksvertretung Ost engagiert. Auch die Parkplatzsituation im Traarer Dorf dürfte sich seiner Meinung nach entspannen, wenn die Stellplätze eines Supermarktes mitgenutzt werden könnten. Die Umfrage des Bürgervereins habe gezeigt, dass die Hälfte der Befragten mit dem augenblicklichen Angebot nicht zufrieden ist. "Das ist für die Politik ein Auftrag zum Handeln", so der Bezirksverordnete. "Die SPD ist dazu bereit."

Die Rheinische Post Krefeld schrieb am 22. März 2012 zu diesem Thema:

Supermarkt Traar: SPD sieht Auftrag an Politik

Traar (lez) Das Thema Supermarktansiedlung in Traar mobilisiert die dortigen Bürger jederzeit – wie zuletzt auf dem Wochenmarkt, als die SPD-Nordost für einen Nahversorger auf dem Acker nördlich des Festplatzes warb. Nach der Umfrage des Traarer Bürgervereins seien 48 Prozent der Befragten mit der bestehenden Situation „in irgendeiner Weise unzufrieden. Das sehen wir als Auftrag für die Politik“, sagte Wolfgang Merkel, Vorsitzender der SPD Nordost. Dafür, so konterten engagierte Bürger, hätten sich bei der Befragung aber doch nur 16 Prozent ausgesprochen. Ein solcher Markt würde dort doch die schöne grüne Landschaft verschandeln. Außerdem würde dann zusätzlicher Verkehr auf die Moerser Landstraße gezogen, auf der in dem Bereich nicht ohne Grund Tempo 30 vorgeschrieben sei.

Für den Supermarkt warben Merkel und Ratsherr Christoph Aretz mit dem Hinweis, man könne nicht riskieren, dass Traar, wenn der bestehende Edeka-Markt einmal schließen sollte, ohne Supermarkt dastünde. Und da komme nur besagte Ackerfläche infrage, nachdem der Standort Buscher Holzweg von der Bezirksregierung abgelehnt worden sei. Von dem Standort in zentraler Lage zwischen Traar, Bruchhöfe, Elfrath, Eibe und Verberg, der in der Umfrage ebenfalls zur Abstimmung stand, hatten die beiden SPD-Vertreter noch nie etwas gehört.

Tatsächlich war 2003 einmal von einer Bebauung auf einer Fläche an der Ecke Rather Straße/An der Elf-rather Mühle zwischen dem verfallenen Kesenhof und dem Golfplatz die Rede. Dort sollten Wohnungen, ein Supermarkt und eine Dreifachsporthalle für die Vereine im Krefelder Nordosten gebaut werden. Sporthalle und Supermarkt sollten demnach gegenüber dem Elfrather Friedhof etwa ein Drittel der städtischen Fläche einnehmen. Auf den nördlichen zwei Dritteln sollten Wohnungen in aufgelockerter, gehobener Bebauung entstehen.