Besuch der Krefelder Synagoge

Synagoge, ganz links Michael Gilad
Die Besuchergruppe in der Synagoge, links Michael Gilad
Thorn-Prikker-Fenster
Thorn-Prikker-Fenster

Im Jahre 2008 ist die neue Synagoge in Krefeld feierlich eröffnet worden; von Anbeginn organisiert die SPD Mitte alljährlich Führungen durch das Gotteshaus. Das Interesse der Bürger ist nach wie vor ungebrochen, mittlerweile hat die achte dieser Führungen stattgefunden, von Seiten des Ortsvereins vorbereitet und begleitet von Ratsfrau Anke Drießen-Seeger und ihrem Vorstandskollegen Gregor Waschau.

Wie bei den meisten der vorangegangenen Besuche war es wieder Michael Gilad, der die Gäste der SPD führte. Er ist der neue Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, nachdem Johann Schwarz dieses Amt im Juni 2012 nach 31 Jahren im Amt an seinen langjährigen Stellvertreter abgegeben hat.

Michael Gilad hatte sogar seinen Urlaub verschoben, um diesen seinen Stammgästen zur Verfügung zu stehen. Mit ihm hatte die Gruppe wie immer einen äußerst kompetenten und einfühlsamen Führer, der geduldig und mit feinem Humor auf Geschichte und Architektur des Gebäudes, auf das Judentum, auf aktuelle Themen und auch auf sehr persönliche Fragen einging.

Vom wiederhergestellten dreiteiligen Glasfenster mit Davidstern, das der bedeutende niederländische Künstler Johann Thorn-Prikker 1928 für die später von den Nazis zerstörte Synagoge geschaffen hatte, sowie vom Anblick des hellen Synagogenraumes waren die Gäste geradezu überwältigt; Blickfang dort ist vor allem der Thora-Schrein, der von zwei großen Granitstelen als Symbole der Gesetzestafeln gehalten wird. Sie waren aber auch sichtlich beeindruckt von der Person Michael Gilad und seiner Geschichte. Mancher Gast fühlte sich an seine eigene Vergangenheit erinnert.

Wir – Anke Drießen-Seeger und Gregor Waschau – möchten uns im Namen der SPD ganz herzlich bei Michael Gilad für die großartige Führung bedanken. Wir danken aber auch unseren Gästen, die ihre Wertschätzung durch zahlreiche Spenden für die Jugendarbeit der Jüdischen Gemeinde zeigten.