Duisburg kann sich (tatsächlich!) sehen lassen

Vor der Kulisse des Landschaftsparks Duisburg-Nord
Vor der Kulisse des Landschaftsparks Duisburg-Nord
Die Krefelder bestaunen die erste bewegliche Hängebrücke der Welt
Die Krefelder bestaunen die erste bewegliche Hängebrücke der Welt

Im Nu ausgebucht war die Fahrt nach Duisburg, die von der SPD Krefeld-Mitte im Rahmen des diesjährigen Sommerprogramms angeboten worden war. Dietmar und Irene Bongardt vom Vorstand hatten Organisation und Betreuung des Ausflugs übernommen, außerdem befand sich Ratsfrau Anke Drießen-Seeger an Bord, aber der größte Teil der Gruppe bestand aus "ganz normalen" Bürgern.

Die 46 Krefelder wurden von Georg Puhe, einem Mitarbeiter des Stadtentwicklungsdezernats Duisburg, beim Rundgang durch den Innenhafen und die Innenstadt hervorragend betreut und informiert. Mit dem Bus ging es danach zum Landschaftspark Duisburg-Nord, wo die beiden Chefs des Parks, Ralf Winkels und Dirk Büsching, die Führung übernahmen.

Den Besuchern aus der Seidenstadt standen Mund und Nase offen ob der Leistungen, welche der Stadt Duisburg in stadtgestalterischer Hinsicht gelungen sind. Allerdings halte man sich auch weitgehend und gegen alle Widerstände an die Vorgaben, die der renommierte britische Stararchitekt Lord Norman Foster mit seinem Masterplan gemacht habe, versicherten die Duisburger. Foster hatte bereits Anfang der 90er Jahre erfolgreich die Neugestaltung des Innenhafens geplant und begleitet, jetzt wird die Innenstadt nach einem weiteren "Masterplan Foster" verschönert und optimiert. Die Stadt setzt erfolgreich auf "viel Grün und viel Wasser", vor allem soll der Rhein besser in die Stadt integriert werden.

Besonders beeindruckt waren die Gäste der SPD vom neuen Umfeld des Theaters sowie von der neuen guten Stube Duisburgs, dem "Forum", vom quirligen
Leben auf der Königstraße, den vielen Skulpturen und Brunnen, die tatsächlich alle intakt sind, der tollen Architektur im Innenhafen, der Buckelbrücke, welche als erste bewegliche Hängebrücke der Welt die nördliche Hafenpromenade mit dem Altstadtpark verbindet, vom Kultur- und Stadthistorischen Museum und der gemütlichen Gastronomie in ehemaligen Getreidespeichern.

Geradezu eine Offenbarung stellte der Landschaftspark Nord dar, in dessen Zentrum sich ein stillgelegtes Hüttenwerk befindet. Die alten Industrieanlagen seien heute vielfältig umgenutzt, wurden die Besucher belehrt. Die ehemaligen Werkshallen sind für Kulturveranstaltungen hergerichtet worden und in einem alten Gasometer ist Europas größtes künstliches Tauchsportzentrum entstanden. Die Krefelder konnten junge Leute bei die Nutzung der alpinen Klettergärten beobachten und den Hochseilparcours bewundern, der in einer ehemaligen Gießhalle eingerichtet worden ist.

Die Gäste waren sich einig: Dass nun mit Martin Linne einer der Verantwortlichen für das "Duisburger Wunder" als Planungsdezernent nach Krefeld geholt worden ist, berechtigt zu den schönsten Hoffnungen.