Frank Meyer beglückwünscht Eva Staudacher zum 80. Geburtstag

Frank Meyer gratuliert Eva Staudacher. Foto: Gerda Schnell
Frank Meyer gratuliert Eva Staudacher
Eva Staudachers Urenkelin Hanna und Uli Hahnen MdL. Foto: Gerda Schnell
Eva Staudachers Urenkelin Hanna und Uli Hahnen MdL

"Es wird Zeit, dass Du uns mal Deine Doppelgängerin vorstellst", bezieht sich Frank Meyer in seiner Laudatio aus Anlass des 80. Geburtstages von Eva Staudacher auf ein in Krefeld seit Jahrzehnten bestauntes Phänomen. Obgleich sie ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs ist, gelangt die agile Sozialdemokratin in der Regel schneller an ihr Ziel als die anderen, die mit dem Auto fahren. Sie steht daher in dem Ruf, an zwei bis drei Stellen gleichzeitig anwesend sein zu können, denn "sie ist noch auf der einen Veranstaltung, die man gerade verlässt, und wenn man bei der nächsten eintrifft, ist sie schon längst da", wundert sich der Parteivorsitzende.

Eva Staudacher wurde 1932 in Neustrelitz als ältestes von fünf Kindern eines Juristen und einer Gärtnerin geboren. Die Familie erlebte Flucht und Vertreibung und gelangte schließlich nach Krefeld, wo Eva das Ricarda-Huch-Gymnasium besuchte und eine kaufmännische Lehre absolvierte. Sie arbeitete einige Zeit in England und heiratete 1956 den Schreinermeister Gerd Staudacher. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, inzwischen komplettieren sieben Enkel und zwei Urenkel die Familie. Neben der Versorgung ihrer großen Familie fand Eva Staudacher die Zeit, im Betrieb ihres Mannes mitzuarbeiten.

Seit 1963 gehört die SPD zu Evas Leben und Eva zur SPD. Sie engagiert sich nach wie vor in etlichen Vorständen und Ratsgremien; 24 Jahre lang gehörte sie dem Stadtrat an und war von 1979 bis 1999 Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses.

Die Liste der darüber hinausgehenden ehrenamtlichen Engagements von Eva Staudacher ist lang, sie reicht von ihrer Tätigkeit als Vorsitzende der Psychosozialen Hilfe Krefeld e.V. über den Arbeitskreis Zuwanderung und Integration bis hin zum Seniorenbeirat der Stadt Krefeld. Es waren und sind stets die sozialen Belange, die ihr wichtig sind, und folgerichtig setzt sie sich für die Interessen von Kindern, Jugendlichen, Senioren, Flüchtlingen, Migranten und Kranken ein.

1988 wurde Eva Staudacher für ihr soziales Wirken mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt und 2003 mit der Willy-Brandt-Medaille, der höchsten Auszeichnung, die die SPD zu vergeben hat.

Beim Geburtstagsempfang im Hause Staudacher in Linn sah man neben Frank Meyer, der nicht nur im Namen der Partei gratulierte, sondern in seiner Funktion als Bürgermeister auch im Namen der Stadt, viele weitere prominente Gäste, so z.B. die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Ina Spanier-Oppermann und Uli Hahnen und die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Doris Nottebohm. Natürlich befanden sich auch Vertreter des Ortsvereins Oppum-Linn, der Arbeiterwohlfahrt sowie weiterer Vereine und Initiativen, in denen Eva mitarbeitet, unter den Gästen. Übrigens auch Günter Holthoff, der gemeinsam mit dieser Power-Frau über lange Jahre das Stellvertreter-Duo des damaligen Parteivorsitzenden gebildet hatte.

Eva Staudacher bedankte sich für Lob und Zuspruch und sprach den Wunsch aus, "noch lange so weitermachen zu können". Typisch Eva!