Die SPD erinnert an den großen Krefelder Lichtkünstler

v.l.  Frank Meyer, Dr. Magdalena Broska, Dr. Eugen Gerritz
Hier wird Frau Dr. Magdalena Broska von Frank Meyer und Dr. Eugen Gerritz eingerahmt

Am 25. April 2012 wäre einer der berühmtesten Söhne der Stadt Krefeld, Adolf Luther, 100 Jahre alt geworden. Dies nahm die SPD zum Anlass, mit einer eigenen Veranstaltung an Leben und Werk des bedeutenden Künstlers zu erinnern. Mit Frau Dr. Magdalena Broska, der wissenschaftlichen Leiterin der Adolf-Luther-Stiftung mit Sitz in Krefeld, konnte SPD-Vorsitzender Frank Meyer eine ausgewiesene Expertin für das Referat im vollbesetzten Fritz-Lewerentz-Saal gewinnen.

Frau Dr. Broska fühlte sich hier sichtlich wohl, wird der schöne Sitzungssaal doch beherrscht von einem großen Spiegel-Objekt von Adolf Luther, eine Dauerleihgabe der Adolf-Luther-Stiftung. Die Wissenschaftlerin brachte ihren Zuhörern den Künstler vor allem im Kontext der 60er Jahre nahe und ging – auch mit Hilfe von Diapositiven – auf die Einflüsse seines Werkes auf die Kunst der Gegenwart ein. Adolf Luther sei ein Künstler des „Lichts“ gewesen, seine Werke habe er selbst als „Instrumente des Sehens“ charakterisiert. Luther habe in den 60er und 70er Jahren neben Mack, Uecker und Piene, den rheinischen Zero-Künstlern, neben Fontana, Tinguely und Yves Klein zu den wichtigsten Vertretern einer neuen „entmaterialisierten“ Kunst gehört. Am Beginn sei noch die Malerei gestanden, die jedoch schon früh von einer sukzessiven Auflösung sämtlicher Kategorien des Tafelbildes begleitet worden sei. Die visionäre Vorstellung, dass „Licht kein Bild sein kann“, habe für Luther bereits zu einem Zeitpunkt gegolten, da er kaum ein Bild gemalt hatte. 1962 seien die ersten Materialexperimente und Lichtobjekte aus Glas entstanden. Luthers konsequente Suche nach einer originären Kunstform, die der autonomen Realität des Lichtes gerecht wird, habe zur Beschäftigung mit Hohlspiegeln und Kunstobjekten, die benutzbar sind, geführt. Ende der 60er Jahre seien Rauch und Laser zusätzliche Medien seiner Arbeit geworden. Luther, von Beruf Jurist, sei künstlerischer Autodidakt gewesen. Ende der 50er Jahre habe er seinen bürgerlichen Beruf als Richter aufgegeben und sich ausschließlich der künstlerischen Karriere gewidmet.

Die zahlreich erschienenen Gäste aus der Krefelder Kulturszene und aus der Partei, unter ihnen auch der ehemalige kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Eugen Gerritz und etliche Galeristen, lauschten gebannt und applaudierten nach Ende des Vortrags begeistert. Frank Meyer dankte der Referentin mit einem schönen Seidentuch und versprach, dies solle nicht die letzte kulturelle Veranstaltung im Josef-Hellenbrock-Haus gewesen sein.