Die SPD-Landtagsfraktion zeigt Flagge

Die SPD-Fraktion im Landtag NRW mit den Organspender-Ausweisen, ganz links Uli Hahnen
Die SPD-Fraktion im Landtag NRW mit den Organspender-Ausweisen, ganz links Uli Hahnen

Mit der Aktion „Wir sind Organpaten" unterstützt die SPD-Landtagsfraktion die vom Bundestag beschlossene Reform des Transplantationsgesetzes, die am 1. November 2012 in Kraft getreten ist. "Jede Transplantation bedeutet eine neue Lebenschance für einen Menschen. Darum wünschen wir uns, dass sich möglichst viele mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und eine bewusste Entscheidung treffen. Jeder – gleich, ob jung oder alt – kann in die Lage kommen, dass nur noch ein Spenderorgan das eigene Leben oder das eines Angehörigen retten kann. Wir brauchen daher eine breite gesellschaftliche Unterstützung", erklärt der Krefelder SPD-Landtagsabgeordnete Uli Hahnen, der sich schon vor 15 Jahren entschieden hat und seitdem einen Organspender-Ausweis bei sich trägt.

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung warten in Deutschland derzeit rund 12.000 schwerkranke Menschen auf eine Organtransplantation, allein 3.000 in NRW. Für rund 1.000 Patienten jährlich kommt jede Hilfe zu spät, weil sie das lebensrettende Spenderorgan nicht rechtzeitig bekommen – und das, obgleich
einer Umfrage zufolge rund 80 Prozent der Bevölkerung einer Organspende positiv gegenüber stehen.

"Unser Ziel muss daher die Sensibilisierung und aktive Aufklärung der Bevölkerung für dieses überaus wichtige Thema sein. Trotz positiver Signale vieler Bürgerinnen und Bürger besitzen nämlich bisher nur 25 Prozent der Deutschen einen Organspenderausweis", weiß Uli Hahnen und ruft die Krefelderinnen und Krefelder dazu auf, sich mit dem Thema zu befassen.

Nach dem wohl größten Organspender-Skandal im Sommer sei die Zahl der Organspender noch einmal um bis zu 15 Prozent eingebrochen, erklärte Hahnen. "Der Organmissbrauch eines einzelnen Arztes darf nicht ein gutes und lebensrettendes System gefährden. Wir haben in NRW mehrere leistungsfähige Transplantationszentren, in denen immer zwei bis drei Ärzte gemeinsam entscheiden. Dadurch ist stets eine Kontrolle gewährleistet", so Hahnen weiter.

Nach der Neuregelung des Gesetzes erhalten künftig alle privaten und gesetzlich Krankenversicherten über 16 Jahre von ihren Krankenkassen ausführliche Informationen zum Thema Organspende sowie einen Spenderausweis mit der Bitte, diesen auszufüllen. Wer sich für Organspende entscheidet, einen Ausweis benötigt oder sich einfach nur informieren möchte, kann sich auch an das Bürgerbüro von Uli Hahnen (Telefon 02151-319642) wenden und erhält dort weitergehende Informationen.