Die SPD trauert um Dr. Peter Struck

Dr. Peter Struck bei seiner Laudatio auf Bernd Scheelen MdB. Foto: Gerda Schnell
Dr. Peter Struck bei seiner Laudatio auf den scheidenden Parteivorsitzenden Bernd Scheelen MdB
Dr. Peter Struck hält Bernd Scheelens Luftgitarre fest, damit dieser den Blumenstrauß von seinem Nachfolger Frank Meyer entgegennehmen kann. Foto: Gerda Schnell
Dr. Peter Struck hält Bernd Scheelens Luftgitarre fest, damit dieser den Blumenstrauß von seinem Nachfolger Frank Meyer entgegennehmen kann

Dr. Peter Struck ist tot, er starb am 19. Dezember 2012 in Berlin im Alter von 69 Jahren nach einem Herzinfarkt. Die SPD Krefeld trauert mit seiner Familie und seinen Weggefährten.

Der Ex-Verteidigungsminister war Ehrengast des Unterbezirksparteitags der SPD Krefeld am 23. Juni 2012, hielt eine umjubelte Laudatio zum Abschied seines ehemaligen Bundestagskollegen Bernd Scheelen vom Amt des Parteivorsitzenden und freute sich mit ihm über sein Geschenk, eine Luftgitarre.

Dr. Peter Struck war ein Parteisoldat, er hat sich trotz seiner angegriffenen Gesundheit nie geschont, nicht als Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, nicht als ihr Vorsitzender, nicht als Bundesminister der Verteidigung, nicht als Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. Erst vor wenigen Tagen war er als Vorsitzender dieser SPD-nahen Stiftung wiedergewählt worden. Er war ein Mann für schwere Aufgaben. Es gab kaum einen anderen Politiker, der in seiner eigenen Partei und allen anderen politischen Lagern so hoch angesehen gewesen ist.

Die SPD Krefeld wird Dr. Peter Struck ein ehrendes Andenken bewahren.

Zum Tod von Peter Struck erklärt Hannelore Kraft, Vorsitzende der NRWSPD:

"Mit dem Tod von Peter Struck verliert die SPD, aber auch unsere Demokratie insgesamt, einen überzeugten Streiter für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Alle, die ihn kannten, verlieren jemanden, der sich seine Geradlinigkeit ebenso bewahrt hatte wie seine tiefe Liebe zu den Menschen.

Wir haben heute einen aufrechten und charakterfesten politischen Weggefährten verloren und sind tief bewegt und traurig über diesen plötzlichen und schmerzhaften Verlust.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen."

Frank-Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, zum Tode von Peter Struck:

"Die SPD-Bundestagsfraktion trauert um Peter Struck. Mit Bestürzung und Erschütterung haben wir heute von seinem Tod erfahren. Wir verlieren nicht nur einen großen Politiker, einen der für viele Menschen im Land ein Vorbild war. Wir verlieren einen Freund, einen engen Weggefährten, einen Mann voller Herzenswärme, Humor und Lebensklugheit.

Zweimal wurde Peter Struck an die Spitze der Fraktion gewählt, als einziger Fraktionsvorsitzender seit Gründung der Bundesrepublik. Er genoss von Anfang an hohe Anerkennung in der Fraktion. Und über die Jahre wurde aus Anerkennung tiefe Zuneigung. Die Menschen mochten ihn für seine Offenheit, Geradlinigkeit und für seine klaren Ansagen.

Peter Struck hat auch als Verteidigungsminister bleibende Spuren hinterlassen. Unter Soldatinnen und Soldaten wird bis heute nur voller Respekt von ihm gesprochen.

Gerade eben erst, am vergangenen Montag, hat die Friedrich-Ebert-Stiftung Peter zum zweiten Mal zum Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung gewählt. Peter hat dieses Amt mit Freude und Leidenschaft ausgefüllt. Er stand auch ohne Bundestagsmandat noch mitten im politischen Leben. Umso fassungsloser macht uns sein plötzlicher und völlig unerwarteter Tod. Wir werden ihn vermissen.

Mit unseren Gedanken sind wir bei seiner Frau Brigitte, seinen Kindern und seinen Enkeln, die sein ganzer Stolz waren."