Neujahrsempfang mit Siegmund Ehrmann MdB, dem Präses des Neukirchener Erziehungsvereins

Gastredner Dr. Moritz Linzbach (2.v.l.), Vorstandsmitglied des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe, beim Neujahrsempfang des Erziehungsverein mit Verwaltungsdirektor Mathias Türpitz, Präses Siegmund Ehrmann und Direktor Hans-Wilhelm Fricke-Hein
Gastredner Dr. Moritz Linzbach (2.v.l.), Vorstandsmitglied des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe, mit Verwaltungsdirektor Mathias Türpitz, Präses Siegmund Ehrmann und Direktor Hans-Wilhelm Fricke-Hein

Das Verschwinden des elfjährigen Jeremie aus einer Zirkusfamilie in Mecklenburg-Vorpommern und das Urteil des Bundesarbeitsgerichts zum kirchlichen Arbeitsrecht waren die beherrschenden Themen beim traditionellen Neujahrsempfang des Neukirchener Erziehungsvereins zu Beginn des Kirchenjahres. Kritik an der Skandalisierung des Falls Jeremie übte der Präses des Neukirchener Erziehungsvereins, Siegmund Ehrmann MdB.

Vor rund einhundert Gästen aus Politik, Wirtschaft, Diakonie und Kirche sagte Ehrmann, unter dem Motto "nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten" sei das Verschwinden des elfjährigen Jungen aus dem vom Erziehungsverein betreuten Zirkus zu einem zweifelhaften Medienereignis geworden, zu dem obendrein noch Trittbrettfahrer ihre wenig fachkundige Sicht der Dinge beitragen würden. Für den Erziehungsverein stehe die Sorge um das auffällige Kind im Mittelpunkt. Ehrmann bedankte sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern des Erziehungsvereins, die dem jungen Menschen im Rahmen einer intensiven individualpädagogischen Betreuung geholfen hätten.

Lobende Worte fand der Gastredner Dr. Moritz Linzbach, Vorstandsmitglied des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe, für das auch für die Diakonie wichtige Urteil des Bundesarbeitgerichts zum kirchlichen Arbeitsrecht. Die Erfurter Richter hatten den so genannten Dritten Weg der Kirchen bestätigt und Streiks nicht für zulässig erklärt, wenn dieser Weg eingehalten und die Gewerkschaften in die Verhandlungen um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen beteiligt werden. Das Erfurter Gericht sei "völlig schulmäßig" vorgegangen, berichtete Linzbach, der als Vertreter der Diakonie bei der Urteilsverkündung in Erfurt dabei war. In Kirche und Diakonie gelte das Doppelgebot der Liebe: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Dies hätten die Erfurter Richter anerkannt.

Text: Ulrich Schäfer, Leiter Öffentlichkeitsarbeit des Neukirchener Erziehungsvereins

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Gastredner Dr. Moritz Linzbach (2.v.l.), Vorstandsmitglied des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe, beim Neujahrsempfang des Erziehungsverein mit Verwaltungsdirektor Mathias Türpitz, Präses Siegmund Ehrmann und Direktor Hans-Wilhelm Fricke-Hein