MdB Siegmund Ehrmann setzt sich für die doppelte Staatsangehörigkeit ein

"Krefeld hat im Laufe seiner Geschichte stets gute Erfahrungen mit Einwanderung und Integration von Menschen aus anderen Ländern gemacht. Daran erinnere ich immer wieder, wenn über ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht für Deutschland diskutiert wird", sagt der SPD-Bundestagabgeordnete
Siegmund Ehrmann. Er verweist dabei gerne auf die Leistungen von Einwanderern für den historischen Aufstieg Krefelds zur bedeutenden Samt-und-Seidenstadt.

"Die Offenheit gegenüber den Zuwanderern hat allen genutzt. Ohne die soziale, wirtschaftliche und politische Integration der damals religiös Verfolgten wäre die großartige wirtschaftliche Entwicklung des Textilstandortes Krefeld nicht denkbar gewesen. Auf die Ergebnisse ist man bis heute zu Recht stolz", so der SPD-Politiker. Nach seiner Auffassung sind diese historischen Erfahrungen auch für aktuelle politische Entscheidungen durchaus relevant. Man könne aus der Krefelder Geschichte viel lernen. Die gelte sicher auch für die Fragen des Staatsangehörigkeitsrechtes, meint der kulturpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Der Bundestag stimmt am Mittwoch über einen Antrag der SPD-Bundestagsfraktion für ein doppeltes Staatsangehörigkeitsrecht und für Erleichterungen bei der Einbürgerung ab. Die SPD will Einwanderern und deren Nachkommen den Schritt erleichtern, deutsche Staatsbürger zu werden. Die Menschen sollen sich zu ihrer neuen Heimat Deutschland bekennen können, ohne die Wurzeln und Bindungen an ihre alte Heimat oder die ihrer Eltern verlieren zu müssen. Ehrmann: "Die doppelte Staatsangehörigkeit tut niemandem weh, erleichtert aber vielen und vor allem jungen Menschen den Weg zur Integration in die Gesellschaft. Das ist eine große Chance für uns alle."

Wenn der Bundestag morgen über das Staatsangehörigkeitsrecht abstimmt, wird Siegmund Ehrmann auch an die erfolgreiche Geschichte der Seidenstadt denken und für ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht in Deutschland stimmen.