NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider unterstützt die Forderungen der Krefelder Stahlarbeiter

v.l. Norbert Kalwa, Bernd Kalwa, Uli Hahnen MdL. Foto: Björn Rüsing
v.l. Norbert Kalwa, Bernd Kalwa und MdL Uli Hahnen
Arbeitsminister Guntram Schneider und MdL Ina Spanier-Oppermann. Foto: Björn Rüsing
Arbeitsminister Guntram Schneider und MdL Ina Spanier-Oppermann

Guntram Schneider (SPD) hat sich mit den Nirosta-Beschäftigten solidarisch erklärt und den finnischen Edelstahlkonzern Outokumpu aufgefordert, seine Zusage einzuhalten und bei der Krefelder Tochter Nirosta zu investieren. "Die industrielle Fertigung muss in Nordrhein-Westfalen bleiben", betonte der Landesminister für Arbeit, Integration und Soziales unter dem Beifall der über 1000 besorgten Stahlarbeiter, die an der öffentlichen Betriebsversammlung – man könnte eher von einer Demonstration sprechen – auf dem Theaterplatz teilnahmen. Mit dabei viele Mitglieder der SPD-Fraktion, so u.a. die beiden Landtagsabgeordneten Ina Spanier-Oppermann und Uli Hahnen, Bürgermeister Frank Meyer, Doris Nottebohm, Hans Butzen, Michael Haas und Bundestagskandidat Benedikt Winzen.

Outokumpu hatte im Rahmen der Übernahme des Werks Investitionen von ca. 244 Millionen Euro für das Kaltwalzwerk und rund 20 Millionen Euro für ein Forschungszentrum in Aussicht gestellt. Der Betriebsrat dagegen bezweifelt, dass der Mutterkonzern seine Zusagen einhält, weil der Edelstahlmarkt von Überkapazitäten geprägt sei.

Bernd Kalwa: Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der ThyssenKrupp Nirosta GmbH und Vorsitzender der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft der Inoxum-Gruppe
Organisation: IG Metall

Sein Bruder Norbert Kalwa: Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender. Seit über 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft IG Metall, seit gut 25 Jahren in der SPD, seit 1984 Betriebsratsmitglied, er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes u.a. für seinen Einsatz für das Jugendzentrum "Stahlnetz".