Viel Applaus für Martin Schulz in der überfüllten „Kulisse“

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments. Foto: Gerda Schnell
Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments
Offensichtlich gefällt die Krawatte. V.l. Benedikt Winzen, Martin Schulz, Frank Meyer. Foto: Gerda Schnell
Offensichtlich gefällt die Krawatte. V.l. Benedikt Winzen, Martin Schulz, Frank Meyer

Mit Martin Schulz, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, konnte Krefelds Parteivorsitzender Frank Meyer jetzt einen der prominentesten und international angesehendsten Sozialdemokraten in der hoffnungslos überfüllten "Kulisse" willkommen heißen. Jeder Stuhl und jede nur mögliche Sitzgelegenheit der Gaststätte in der Fabrik Heeder war besetzt, zahlreiche Gäste mussten stehen, viele Interessenten hatten zu ihrem Leidwesen überhaupt keinen Platz mehr bekommen und mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Nach der Begrüßung der Gäste, unter denen sich neben den beiden Bundestagskandidaten nicht nur Bernd Scheelen MdB und Uli Hahnen MdL mit ihren Ehefrauen befanden, sondern auch die für Krefeld zuständige Europaabgeordnete Petra Kammerevert, gab Frank Meyer seinem Parteifreund Siegmund Ehrmann Gelegenheit zur politischen Einschätzung aus Sicht eines Bundespolitikers, danach übernahm Bundestagskandidat Benedikt Winzen die Moderation der Diskussion.

Die erfreulich disziplinierten Zuhörer erlebten in Martin Schulz einen kämpferischen Politiker, der ein "flammendes Plädoyer für Europas Werte" hielt, wie eine Zeitung im Anschluss feststellte, und sein Publikum in seinen Bann zog. Die zahlreichen Wortmeldungen zeugten von ernsthaftem Interesse und echter Sorge um Europas Zukunft und wurden sauber abgearbeitet. Martin Schulz blieb keine Antwort schuldig, ganz gleich, ob es bei den gestellten Fragen um Steuerpolitik und Steueraffären, Mindestlohn, Zuwanderung oder USA-Geheimdienste ging. In Benedikt Winzen hatte er einen geschickten und diplomatischen Gesprächspartner, der die noch ungewohnte Rolle des Moderators souverän bewältigte.

Frank Meyer, ein sichtlich zufriedener und gutgelaunter Parteichef, überreichte "Mr. Europa" zum Abschluss unter dem Beifall des Publikums den obligatorischen Binder "made in Krefeld", was wiederum Martin Schulz bewog, den Ursprung der Bezeichnung "Krawatte" humorvoll zu beleuchten.