Ina Spanier-Oppermann zeichnet ein „Unternehmen mit Weitblick“aus

Ina Spanier-Oppermann MdL (Mitte) neben dem Preisträger. Vierter von rechts: Bürgermeister Frank Meyer
Ina Spanier-Oppermann MdL (Mitte) neben "ihrem" Preisträger. Vierter von rechts: Bürgermeister Frank Meyer

"Gut, dass es in unserer Gesellschaft noch Unternehmen gibt, die für die Herausforderungen der Altersgruppe 50plus Lösungen schaffen", mit diesen Worten begann die SPD-Landtagsabgeordnete Ina Spanier-Oppermann am 15. November ihre Laudatio, die sie für den Zweitplatzierten des Wettbewerbs "Unternehmen mit Weitblick" auf der Burg Linn in Krefeld gehalten hat.

Das Bundesprogramm "Perspektive 50plus – Beschäftigungspaket für Ältere in den Regionen", welches im Jahr 2005 vom Bundesministerium Arbeit und Soziales ins Leben gerufen wurde, ist in Krefeld seit dem Jahre 2009 unter dem Namen "50plus Aktiv" vertreten. Das Jobcenter Krefeld, Mitglied des Regionalpakets NiederRheinRuhrWestfalen-Pakt 50plus, zeichnete in diesem Jahr im Rahmen des Wettbewerbs "Unternehmen mit Weitblick" bereits zum zweiten Mal drei Betriebe in Krefeld aus, die sich für einen selbstverständlichen oder bewusst positiven Einbezug Älterer in ihre Unternehmens- und Personalpolitik eingesetzt haben.

Das Bundesprojekt konnte im Rahmen dieses Programms seit 2005 rund 65.000 Menschen wieder in Arbeitsverhältnisse integrieren. Allein in Krefeld sind über 1400 Teilnehmer vermittelt worden. Von den rund 1000 Unternehmen, die in Krefeld geprüft worden sind, kamen immerhin 17 in die engere Auswahl.

Eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden und Politik, darunter auch der SPD-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Bürgermeister Frank Meyer, ermittelte die drei Gewinner aus diesen 17 Unternehmen. Zu den Kriterien gehörten unter anderem die Anzahl der Beschäftigten, das Einstellungsverhalten der Unternehmen gegenüber älteren Arbeitnehmern, die Durchführung von Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung und –sicherung für ältere Arbeitnehmer sowie die Zusammenarbeit mit dem Beschäftigungspakt als Partner und Multiplikator.

Werner Vortmann, Pächter der seit 1868 bestehenden Traditionsgaststätte „Schwarzes Pferd“, überzeugte die Jury, weil er „die Gratwanderung zwischen Tradition und Moderne“ schafft, und wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Der über 50-jährige Pächter weiß um die Schwierigkeiten älterer Arbeitsloser und bietet ihnen deshalb gerne die Chance, in seiner Gaststätte beruflich wieder Fuß zu fassen. Vortmann beschäftigt 16 Arbeitnehmer, von denen fünf über 50 Jahre alt sind. Da Werner Vortmann vor allem auf Stammpersonal setzt und Fluktuation vermeiden will, ist ihm die nachhaltige Beschäftigung wichtig. Deshalb sind alle Mitarbeiter unbefristet eingestellt. Der Pächter schätzt bei seinen älteren Arbeitnehmern den großen Erfahrungsschatz, die Zuverlässigkeit und den niedrigen Krankheitsstand. Die gutbürgerliche Küche des Hauses sowie die Kegelbahnen und der erweiterte Biergarten mit Spielplatz sollen junge und ältere Gäste ansprechen und gerade deshalb sollte nach seiner Meinung auch bei der Belegschaft Jung und Alt vertreten sein. Daher ist das Gasthaus "Schwarzes Pferd" auch ein Ausbildungsbetrieb.

Die Abgeordnete lobte vor allem die zukunftsorientierte Personalpolitik, die gelungene Zusammenarbeit der verschiedenen Generationen und den Austausch von Wissen und Erfahrung zwischen Alt und Jung.

Neben einer Urkunde wurde Vortmann für seine vorbildliche Personalpolitik ein Preisgeld von 1.000 € überreicht. Die Landtagsabgeordnete betonte: "Von einem Traditionsunternehmen wird immer auch Tradition erwartet. Doch Tradition reicht heute alleine nicht aus, um am Markt bestehen und Gäste begeistern zu können. Aber wer sich so lange Zeit behaupten kann wie das "Schwarze Pferd" und Kriege, Unwetter und Regierungen überlebt hat, muss einfach über unternehmerischen Weitblick verfügen."