Drei Krefelder halfen beim Auszählen des Mitgliedervotums

v.l. Marcel Beging, Ruth Esser-Rehbein, Björn Rüsing
v.l. Marcel Beging, Ruth Esser-Rehbein, Björn Rüsing
Die Ja-Stimmen kommen in die gelben, die Nein-Stimmen in die schwarzen Kästen
Die gelben Kästen für die vielen Ja-Stimmen und die schwarzen Kästen für die wenigen Nein-Stimmen

Als der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel am 14. Dezember 2013 um 14:45 Uhr mit weiteren Mitgliedern des Parteivorstands die Halle 1 des früheren Berliner Postbahnhofs in Berlin-Kreuzberg betrat, waren auch drei Krefelder hautnah dabei.

Ruth Esser-Rehbein, Geschäftsführerin der Krefelder SPD, ihr Kollege Marcel Beging sowie Ratskandidat Björn Rüsing gehörten zu den 400 freiwilligen Helfern aus ganz Deutschland, die schon ab 4:30 Uhr morgens bei der Auszählung des SPD-Mitgliederentscheids über den Koalitionsvertrag mitgewirkt hatten.

"Es war ein tolles Erlebnis, bei der Auszählung der vielen Stimmen dabei zu sein", sagen die drei Krefelder begeistert. "Schon ab 7:00 Uhr morgens verdichtete sich der Eindruck, das Votum könne positiv ausgehen, denn die gelben Körbe für die Ja-Stimmen füllten sich deutlich schneller als die schwarzen für die Nein-Stimmen."

Die daheim gebliebenen Genossen mussten sich jedoch wie alle anderen Interessierten bis zur öffentlichen Verkündung des Ergebnisses am Nachmittag gedulden, da zu Beginn alle Helfer ihre Mobiltelefone abzugeben hatten. Deshalb habe man leider keine Zwischenergebnisse an den Niederrhein übermitteln können.

Zum ersten Mal hat eine Partei in Deutschland ihren Mitgliedern einen ausgehandelten Koalitionsvertrag und damit die Entscheidung über die Bildung einer Bundesregierung zur Abstimmung vorlegt. Jedes SPD-Mitglied hatte eine Stimme und damit die gleiche Verantwortung. 369.680 SPD-Mitglieder, das sind 77,86 Prozent, haben ihre Abstimmungsunterlagen zurückgesandt. 75,96 Prozent dieser Mitglieder haben dem Koalitionsvertrag zugestimmt, 23,95 Prozent haben dagegen votiert.

"Für beide Haltungen gibt es nachvollziehbare Argumente, die natürlich zu respektieren sind", meinen die drei Krefelder Genossen, die sicher sind, dass sie sich an diesen spannenden Tag noch lange erinnern werden.