Zum ehrenden Gedenken an Willy Brandt errichtet die SPD Krefeld ein Edelstahlschild auf dem Willy-Brandt-Platz

v.r. Bezirksvorsteher Martin Brendle, Bürgermeister Frank Meyer, Norbert Kalwa, Bernd Scheelen, weitere Outokumpo-Betriebsratsmitglieder, Foto: Gerda Schnell
v.r. Bezirksvorsteher Martin Brendle, Bürgermeister Frank Meyer, Norbert Kalwa, Bernd Scheelen, NN, Rainer Matzkus
Norbert Kalwa (dunkles Jackett) hilft beim Aufstellen des Schildes. Foto: Gerda Schnell
Gesamtbetriebsratvorsitzender Norbert Kalwa (im dunklen Jackett) hilft beim Aufstellen

Nahezu 20 Jahre sind vergangen, seit der SPD-Ratsherr und damalige Bundestagskandidat Bernd Scheelen den Vorschlag machte, dem Gelände zwischen dem Südausgang des Hauptbahnhofs und dem "Platz der Wiedervereinigung" den Namen "Willy-Brandt-Platz" zu geben. Es dauerte immerhin noch sechs Jahre, Scheelen war längst zum zweiten Mal in den Bundestag gewählt worden, bis der Krefelder Stadtrat endlich seinem Vorschlag folgte und die Benennung beschloss.

Seit dem Jahr 2000 trägt der Platz nun den Namen des charismatischen Ex-Bundeskanzlers und Friedensnobelpreisträgers, und wer hin und wieder in Krefeld mit dem Taxi unterwegs ist, wird durch die Ansagen der Zentrale akustisch ständig daran erinnert.

Bernd Scheelen gab sich jedoch auf Dauer nicht damit zufrieden. Die wenigen kleinen Straßenschilder am Rande fallen kaum ins Auge, fand er, und angesichts des prominenten Namensgebers könne der Platz eine optische Aufwertung gut vertragen. Der Vorstand der Krefelder SPD bestärkte Scheelen bei seinem Vorhaben, weitere Unterstützer kamen hinzu, und heute nun, am 100. Geburtstag Willy Brandts, war es soweit: Ein repräsentatives, unübersehbares Schild aus Edelstahl, gefertigt auf Betreiben des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Norbert Kalwa in der Lehrwerkstatt von Outokumpu-Nirosta und versehen mit der Aufschrift "Willy Brandt-Platz" in aufgesetzen Buchstaben aus Stahl, wurde unter dem Beifall zahlreicher Genossen, unter ihnen auch Bürgermeister Frank Meyer und Bezirksvorsteher Martin Brendle, sowie des Planungsdezernenten Martin Linne und einiger Vertreter der Firma Outokumpo-Nirosta auf dem Rondell vor dem Südausgang des Hauptbahnhofs aufgestellt.

Zwar musste das schwere Schild nach diesem Probelauf zunächst wieder zurück in’s Werk transportiert werden, denn vor der endgültigen Aufstellung soll erst noch ein solides Fundament gegossen werden, aber man konnte schon einen guten Eindruck gewinnen von der Signalwirkung, die von ihm ausgehen wird. Die Montage wird übrigens unentgeltlich durch das Krefelder Unternehmen Gebr. Kickartz vorgenommen, die damit zur Würdigung des großen Sozialdemokraten beitragen möchte.