Die SPD setzt sich für ein behindertengerechtes Krefeld ein

Wolfgang Merkel und Doris Nottebohm mit einer Bürgerin
Wolfgang Merkel und Doris Nottebohm (rechts) mit einer Bürgerin

Auf große Resonanz stieß der Infostand zum Thema Inklusion, den der Vorsitzende der SPD Nord-Ost, Wolfgang Merkel, jetzt gemeinsam mit der sozialpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Ratsfrau Doris Nottebohm, auf der Hochstraße angeboten hat. Viele Betroffene und Angehörige kamen an den Stand und waren sichtlich erfreut, dass sich jemand für ihre Probleme interessierte. Sie wiesen auf mancherlei Mängel in Krefeld hin und machten teilweise recht konkrete Verbesserungsvorschläge. Die angesprochenen Themen reichten von fehlenden Bordsteinabsenkungen über behindertengerechten Umbau öffentlicher Gebäude bis hin zu einem sinnvollen Leitsystem für Sehbehinderte.

Die Anregungen sollen beim nächsten Treffen der Arbeitsgruppe „Inklusion“, die von den beiden engagierten Sozialdemokraten gegründet worden ist und geleitet wird, ausgewertet werden. Ratsfrau Doris Nottebohm geht davon aus, dass einige der Mängel kurzfristig auf dem kleinen Dienstweg behoben werden können.

Die Arbeitsgruppe Inklusion besteht seit 2011. Am 17. September 2011 hatte ein Parteitag auf Unterbezirksebene einen Leitantrag zum Thema Inklusion verabschiedet mit dem Titel „ Es ist normal, verschieden zu sein – Wir wollen die inklusive Stadt! Inklusion – Brücke zur Teilhabe". Auch knapp drei Jahre danach ist die Thematik nach Meinung der Sozialdemokraten aktueller denn je. Auf einen typischen Fall von Gedankenlosigkeit weist Wolfgang Merkel hin. Er hat herausgefunden, dass die Toilette im Traarer Rathaus vor einiger Zeit für viel Geld behindertengerecht umgestaltet worden ist. Allerdings sei das Rathaus nicht barrierefrei, Rollstuhlfahrer könnten die Toilette somit überhaupt nicht erreichen. „Schilda lässt grüßen,“sagt der Kandidat zur Wahl der Bezirksvertretung. „Derartige Fehlentscheidungen, die eindeutig zu Lasten der Behinderten gehen, werden wir nach der hoffentlich erfolgreichen Kommunalwahl sofort reparieren!“