Die SPD Krefeld blickt mit Stolz auf ihre 150jährige Geschichte zurück

Stefan Schröder, Frank Meyer, Uli Hahnen, Ruth Esser-Rehbein präsentieren die Broschüre "150 Jahre SPD in Krefeld". Foto: Gerda Schnell
Stefan Schröder, Frank Meyer, Uli Hahnen MdL und Ruth Esser-Rehbein präsentieren stolz die Broschüre "150 Jahre SPD in Krefeld"
Frank Meyer mit den Gästen aus Venlo. Foto: Gerda Schnell
v.l. Wouter Schenk, Vera Tax, Erik Manders, Hay Janssen, Frank Meyer, NN.

Es war ein Fest der Emotionen, und die reichten von Stolz und Freude über Betroffenheit und Trauer bis hin zu befreiendem Lachen. Am 18. Mai 2014 feierte die Krefelder SPD in der „Kulisse“, der guten Stube der Fabrik Heeder, ihr 150jähriges Bestehen mit einem abwechslungsreichen Programm und vielen Gästen, die in so großer Zahl gekommen waren, dass schließlich auch die in letzter Minute zusätzlich organisierten Stühle nicht ausreichten.

Gewohnt souverän und sichtlich stolz ob des seltenen Jubiläums begrüßte Frank Meyer die Gäste und hob einige von ihnen besonders hervor, so beispielsweise die aktuellen und ehemaligen Abgeordneten Siegmund Ehrmann MdB, Uli Hahnen MdL, Dr. Eugen Gerritz und Petra Schneppe, den DGB-Vorsitzenden Ralf Köpke und nicht zuletzt die fünfköpfige Delegation der PvdA aus der Partnerstadt Venlo unter Leitung der Beigeordneten Vera Tax und des Fraktionsvorsitzenden Hay Janssen, aber auch den Journalisten Stefan Schröder, Verfasser der pünktlich zum Jubiläum fertiggestellten Broschüre mit dem Titel: „150 Jahre SPD in Krefeld“. Der Parteivorsitzende ging in seiner Ansprache knapp, aber umfassend auf die Geschichte der Krefelder SPD in den letzten Jahrzehnten ein.

Nach einem Grußwort des DGB-Vorsitzenden übernahm Stefan Schröder das Mikrofon und hielt die Zuhörer eine gute Stunde in seinem Bann. Er hatte sich auf Anregung des vormaligen Landtagsabgeordneten Dr. Eugen Gerritz ausführlich mit der Historie der SPD Krefeld befasst, beginnend mit der Gründung im Jahr 1864, und es war ihm in 80er Jahren gelungen, mit mehreren Sozialdemokraten zu sprechen, die ihm die Ereignisse der ersten sechs Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts aus ihrer Erinnerung vermitteln konnten. Als Schröder in seiner spannenden Schilderung bei den Schrecknissen der 30er und 40er Jahre angekommen war, musste der eine oder andere der Festgäste mit den Tränen kämpfen.

Frank Meyer sprach aus, was viele im Publikum dachten, als er Stefan Schröder zum Dank für seinen spannenden Vortrag eine Krawatte überreichte: „Ihr Referat hat uns noch einmal vor Augen geführt, wie gut wir es doch heute haben. Wir können den Polizeipräsidenten einladen, ohne Angst haben zu müssen, dass er jedes Wort mitschreibt und uns anzeigt. Demokratie ist ein hohes Gut, wir sollten alles tun, um sie zu erhalten.“

Es tat allen gut, dass sie nach dem bewegenden Vortrag wieder auf andere Gedanken gebracht wurden. Das Improvisationstheater des KRESCH mit Silvia Westenfelder, Bernadette Weßler und Martin Schwarz brachte den Saal mit kreativer Spontanität, verbaler Albernheit und gelenkiger Körperpräsenz immer wieder zum Lachen. Den stärksten Beifall erntete jedoch Frank Meyer. Er war auf die Bühne geholt und verdonnert worden, begonnene Sätze mit jeweils einem Wort zu ergänzen, und er reagierte so spontan, einfallsreich und witzig, dass er immer wieder Zwischenapplaus bekam.

Frank Meyer versäumte nicht, sich sehr herzlich bei allen zu bedanken, die zum Gelingen beigetragen hatten. Besonders erwähnte er Hans Butzen, der die Veranstaltung gemeinsam mit u.a. Günter Holthoff und Dr. Eugen Gerritz vorbereitet hatte, das Team vom Südwall, allen voran Geschäftsführerin Ruth Esser-Rehbein, sowie Anke Drießen-Seeger, die sich bereit erklärt hatte, für Blumenschmuck, Plakate und Buttons zu sorgen.

Das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete „MULTIPHONIC“ Saxophon Quartett der Musikschule, bestehend aus Silas Kurth, Simon Streit, Luca Winkmann und Justus Hünicke, gab der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Mit dem vor genau 100 Jahren von Hermann Claudius verfassten Lied der Arbeiterbewegung „Wann wir schreiten Seit’ an Seit’“ ermöglichten die jungen Leute zum Schluss sogar das Mitsingen, das wurde allerdings nur zögerlich und vereinzelt wahrgenommen.

Gestärkt mit leckeren Häppchen, kühlen Getränken und bei interessanten Gesprächen verweilte man noch lange in der „Kulisse“ oder vor dem Gebäude, es herrschte nämlich strahlender Sonnenschein. Zum Abschied durfte sich jeder Gast eine der bereits erwähnten Broschüren mitnehmen.