Engagierte Bürger wollen ein schönes Stück Heimat erhalten

Die Initiative "Rettet das Bootshaus" – gemeint ist das Bootshaus am Stadtwaldweiher – wird am letzten Wochenende im März einen großen Infostand am Haupteingang zur Rennbahn veranstalten. Mit einem roten Feuerwehrwagen, einem Zelt, einem schönen Banner (siehe oben), einem historischen Ruderboot, zwei Trockenrudergeräten, viel Informationsmaterial, hübschen Ansichtskarten und wertvollen Kunstwerken hoffen die Mitglieder dieser Initiative, die Aufmerksamkeit der Besucher der "Krefelder Gartenwelt" auf ihr Anliegen zu lenken. Lydia und Reno Müller, die Veranstalter der „Krefelder Gartenwelt“, gewähren hierbei großartige und großzügige Unterstützung.

Am Infostand machen viele prominente Krefelder mit. Am Freitag wird man dort neben anderen engagierten Bürgern Hansgeorg Hauser, den Vorsitzenden des Hauses der Seidenkultur, treffen können, und dazu den bekannten Schauspieler Matthias Oelrich.

Am Samstag helfen neben Hedwig Schomacher, der Leiterin der Vera-Beckers-Schule, die Ratsmitglieder Anke Drießen-Seeger, Doris Nottebohm und Benedikt Winzen, darüber hinaus wird man den bekannten Entertainer Uli Pudelko antreffen sowie Kerstin Jensen, die Vorsitzende des Arbeitskreises Krefelder Frauenverbände.

Michael Gilad, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Krefeld, unterstützt die Bootshaus-Retter am Sonntag. Auch Markus Prehn, Vorsitzender der Bürgerstiftung, Künstler Frank Jacob Esser, Galeristin Meta Weber, Dr. hum. Joachim Watzlawik, Ratsmitglied Björn Rüsing, Ex-MdB und Dr. hum. Bernd Scheelen sowie Siegmund Ehrmann MdB sind sich nicht zu schade und stehen für die gute Sache zur Verfügung. In der letzten "Schicht" am Sonntag wird sich sogar die aus den Karl-May-Filmen bekannte Schauspielerin Marie Versini an dieser Stelle für das Bootshaus einsetzen.

Der romantische Stadtwald gehört zu Krefeld wie die Dionysiuskirche, wie der Schluff und die Burg Linn. Das Bootshaus, welches am Stadtwaldweiher mit Deuß-Tempel und Stadtwaldhaus ein Ensemble wie aus einem Guss bildet, hat dort eine über hundertjährige Tradition.

Wer mag sich nicht gerne daran erinnern, wie er in seiner Kindheit an heiteren Sommertagen auf dem Weiher "Bötchen" gefahren ist? Wie er später mit seinen Freunden Wettfahrten auf dem Wasser veranstaltete oder mit der Liebsten weit in die schattigen Seitenarme des Weihers gefahren ist? Wie er dann als Erwachsener auch wieder den Weg zum Bootsverleih im kleinen Fachwerkhaus gefunden hat, um seinen Kindern oder Enkeln ein Freude zu bereiten?

Aber das halb hinter Bäumen versteckte Gebäude ist in die Jahre gekommen, man hatte es dem Verfall preisgegeben und um ein Haar wäre es sogar abgerissen worden. Nach dem Abriss hätte an dieser Stelle aus Landschaftsschutzgründen nichts Neues gebaut werden dürfen.

Damit wollen sich die Mitglieder der Initiative zur Rettung des Bootshauses – allen voran Gerda Schnell – nicht abfinden. Sie werden das alte Fachwerkhaus instand setzen, und dazu benötigen sie natürlich die Unterstützung der Krefelder Bevölkerung, denn die Sanierung kostet deutlich mehr als 100.000.- Euro. Für die Bauleitung steht der renommierte Krefelder Architekt Klaus Reymann bereit, kostenlos und ehrenamtlich!

Der Infostand am kommenden Wochenende soll dazu dienen, Geld für die Sanierung zu sammeln. Für nennenswerte Spenden gibt es selbstverständlich eine steuerabzugsfähige Spendenquittung, und wenn die Spende mindestens 200.- Euro beträgt, darf sich der Spender einen von Frank Jacob Esser künstlerisch gestalteten Stein aussuchen.