SPD befürwortet Schulstandort Oppum

Bürgermeisster Frank Meyer
Bürgermeister Frank Meyer, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Nach engagierten Diskussionen ist die Entscheidung gefallen: die SPD-Fraktion spricht sich mit einer breiten Mehrheit für Oppum als Standort der neuen Gesamtschule aus.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Frank Meyer, schulpolitischer Sprecher der SPD. Jedes der vorgeschlagenen Modelle habe seine Vor- und seine Nachteile gehabt, aber letztendlich habe die „Ein-Campus-Lösung“ für Oppum überzeugt. Die Lebenszyklusbetrachtung, welche die voraussichtlichen Kosten in den nächsten dreißig Jahren analysiert, habe gezeigt, dass dies die wirtschaftlichste Lösung sei – im Hinblick auf die schwierige Haushaltssituation Krefelds ein Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden dürfe.

Von besonderer Bedeutung sei die Unterstützung gewesen, die der Standort Oppum im Stadtteil erfahren habe. „Die Politik muss auch den Willen den Bürger berücksichtigen“, betont Meyer. Während in Oppum, vor allem an den betroffenen Schulen, die Gesamtschule eindeutig gewünscht sei, habe es in Fischeln breiten Widerstand gegen die Auflösung der Freiherr-vom-Stein-Schule gegeben. Eine lange Unterschriftenliste von Schülern, Lehrern und Eltern, die sich gegen die Auflösung aussprechen, habe dies unmissverständlich gezeigt.

Björn Rüsing, baupolitischer Sprecher der SPD, erklärt, die Wirtschaftlichkeitsprüfung aller möglichen Standorte, die seit Ende letzter Woche vorliegt, lege ebenfalls den Standort Oppum nahe. Der notwendige Neubau würde zwar zunächst Kosten verursachen, auf lange Sicht spare man jedoch viel wieder ein, da vorerst keine Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen mehr anfallen. In Fischeln hätte im übrigen die Bezirkssportanlage weichen müssen, was mit der SPD nicht zu machen sei.

Bei den beiden Ratsherren ist Erleichterung darüber zu spüren, dass die „unwürdige Situation“ der Hauptschulen, die sich aufgrund immer geringer werdender Schülerzahlen dazu gezwungen fühlten, ihre Selbstauflösung zu beantragen, bald ein Ende habe. „Die Krefelder Bildungslandschaft wird mit diesem Schritt moderner, ausgewogener und entspricht mehr dem Wunsch der betroffenen Eltern und Kinder. Krefeld bewegt sich in die richtige Richtung“, freuen sich Meyer und Rüsing über die Entwicklung.