Huntsman-Betriebsrat stellt Verhandlungsergebnis im Landtag vor

Noch vor einen halben Jahr drohte beim Uerdinger Huntsmann-Werk (ehemals Crenox/Sachtleben) der Verlust von 174 Arbeitsplätzen. Der neue Eigentümer wollte auch in Krefeld seinen weltweit praktizierten Sparkurs umsetzen. Nach intensiven Verhandlungen zwischen dem Betriebsrat und der Konzernspitze konnten jetzt Ergebnisse erzielt werden, die für beide Seiten tragbar sind.

Diese Ergebnisse stellten die Betriebsratsmitglieder gemeinsam mit dem DGB-Vorsitzenden Ralf Köpke der Krefelder Landtagsabgeordneten Ina Spanier-Oppermann vor, die die Gruppe in den Landtag nach Düsseldorf eingeladen hatte.

„Wir sind stolz und erleichtert, dass wir trotz der Restrukturierung des Unternehmens und der schwierigen Situation unsere wichtigsten Forderungen durchsetzen konnten“, erklärte Hans Hirche, der Vorsitzende des Huntsman Betriebsrates. Im Einzelnen habe man folgende Punkte erreichen können: Keine betriebsbedingten Kündigungen; Investitionen in den Krefelder Standort: Entfristung von befristeten Verträgen; unbefristete Übernahme aller Auszubildenden; Fortführung der Ausbildung am Standort und ein Bekenntnis zum Ausbildungsstandort.

Darüber hinaus werde den Arbeitnehmern über ein finanziell gut ausgestattetes Freiwilligenprogramm die Möglichkeit gegeben, ohne Kündigung aus dem Unternehmen auszuscheiden. Auf diesem Wege soll eine verträgliche, soziale und vor allem freiwillige Personalreduzierung erfolgen.

Sowohl der Betriebsrat als auch der DGB-Vorsitzende begrüßen dieses Verhandlungsergebnis und sehen darin eine solide Basis für die künftige Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Am 17. Juni werden die Ergebnisse der Belegschaft im Rahmen einer Betriebsversammlung präsentiert.

Ina Spanier-Oppermann, ordentliches Mitglied des Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales, bedankte sich bei den Betriebsräten für ihren Einsatz und sagte zu, auch in Zukunft jederzeit als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen zu wollen.