Fastenbrechen der SPD Krefeld mit Ministerin Aydan Özoguz

v.l.  Halide Özkurt, Aydan Özoguz, Frank Meyer
Halide Özkurt und Frank Meyer überreichen der Ministerin ein kleines Geschenk

Bis auf den letzten Platz besetzt war wieder einmal der Saal beim diesjährigen Fastenbrechen der SPD Krefeld. Bewusst hatte die SPD die größere Museumsscheune angemietet, um mehr Gäste bei der beliebten Veranstaltung empfangen zu können als in den eigenen Räumlichkeiten am Südwall.

Bereits seit acht Jahren lädt die SPD Vertreter der muslimischen Vereine in Krefeld und des öffentlichen Lebens zu einem gemeinsamen Fastenbrechen-Essen ein. In diesem Jahr war Staatsministerin Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, der Einladung des SPD-Vorsitzenden Frank Meyer gefolgt.

Oberbürgermeisterkandidat Frank Meyer freute sich über die die zahlreich erschienen Gäste und verwies in seiner Bgrüßungsansprache auf die Geschichte Krefelds als tolerante und multikulturelle Stadt. Damit dies auch in Zukunft so bleibe, forderte Meyer ein stärkeres Engagement aller Krefelder, gleich welcher Herkunft, für die Heimatstadt, und rief dazu auf, die Zukunft der Samt- und Seidenstadt gemeinsam zu gestalten.

Höhepunkt des Abends war eine beeindruckende Rede von Staatsministerin Aydan Özoguz, die sehr persönlich und mit hoher Sensibilität alle Gäste ansprach, unter denen sich auch Siegmund Ehrmann MdB, Landtagsabgeordneter Uli Hahnen und der ehemalige Bundestagsabgeordnete und „Erfinder“ des SPD-Fastenbrechens, Bernd Scheelen, befanden.

Der Islam sei ein Teil von Deutschland, und nur wenn diese Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft für alle gelte, könne ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben gelingen, sagte Özoguz. Das sei eine Aufgabe, die es gelte, immer im Blick zu behalten. Das Fastenbrechen der SPD Krefeld zeige, wie Brücken bauen gelingen könne. In diesem Zusammenhang hob sie lobend hervor, dass die SPD als einzige Partei zwei Ratsleute mit Migrationshintergrund im aktuellen Stadtrat habe. Dies sei der Weg in eine gerechte Gesellschaft, in der Integration kein Fremdwort sei. Die beiden angesprochenen Ratsmitglieder Halide Özkurt und Mustafa Ertürk hatten die Veranstaltung mit der SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt organisiert und mit vielen Helferinnen und Helfern liebevoll vorbereitet. Die Musik von Recep Seber (Kanun) und Refik Kantar (Ney) trug zur guten Atmosphäre bei.