Unsere Politik für Langzeitarbeitslose

2,8 Millionen – das sind 2,8 Millionen zu viel ohne Arbeit! Rund eine Million Menschen in unserem Land sind länger als ein Jahr arbeitslos, gelten also im statistischen Sinn als langzeitarbeitslos. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat ein Konzept für den Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit umgesetzt. Das Konzept berücksichtigt, dass die Gruppe der Langzeitarbeitslosen sehr heterogen ist – und gibt vielfältige Antworten für die Integration in den Arbeitsmarkt. Wichtigstes Ziel ist allen Menschen soziale Teilhabe und Chancen am Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Für jeden muss es passgenaue Lösungen geben. Deswegen sollen die Jobcenter dabei unterstützt werden, sich im Profiling, in der Beratung, sowie in der zielgenauen Vermittlung von Langzeitarbeitslosen besser aufzustellen. Durch die Einrichtung von zusätzlichen Aktivierungszentren erhalten Leistungsberechtigte gebündelte Unterstützungsleistungen. Bleiben maßgeschneiderte Aktivierungsanstrengungen ohne Erfolg, setzt ein Programm für öffentlich geförderte Beschäftigung an. Für alle Maßnahmen gilt: Die SPD will gute Arbeit und nicht Arbeitslosigkeit finanzieren!

Wie sieht das Konzept im Land Nordrhein-Westfalen aus:
Die SPD-Fraktion im Landtag NRW setzt sich für die Förderung eines sozialen Arbeitsmarktes ein: "Arbeit statt Arbeitslosigkeit"! Viele Menschen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II („Hartz IV“) beziehen, schaffen den Schritt aus der Arbeitslosigkeit in ein Beschäftigungsverhältnis nicht mehr alleine. Eine echte Neuorientierung der Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose mit der Möglichkeit einer dauerhaft angelegten Beschäftigung ist daher notwendig. Die Finanzierung solle u.a. durch einen „Passiv-Aktiv-Transfer“ erfolgen. Die Kosten für Regelbedarf und Unterkunft sollen als Zuschuss für eine Beschäftigung gezahlt werden.

Mehr als 50 vom Land unterstützte Projekte bieten rund 1.070 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose. Dort finden sie ein integriertes Angebot aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, Coaching und Qualifizierung.

Über die öffentlich geförderte Beschäftigung werden die ehemals Langzeitarbeitslosen wieder an Arbeit herangeführt; sie werden dabei von Jobcoaches unterstützt und je nach Bedarf arbeitsmarktnah qualifiziert, um die Chancen für einen Übergang in ein reguläres, nicht gefördertes Arbeitsverhältnis zu verbessern. Die Projektträger stellen sozialversicherungspflichtige befristete Arbeitsplätze in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern zur Verfügung und zahlen tariflichen oder ortsüblichen Lohn. Vom Jobcenter erhalten die Träger je nach Leistungsvermögen der Beschäftigten einen Lohnkostenzuschuss von bis zu 75 Prozent für maximal 24 Monate.

Die Tätigkeitsfelder reichen von handwerklichen Dienstleistungen, Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau über kaufmännische und gastronomische Tätigkeiten bis hin zu personenbezogenen Assistenzleistungen im Bereich Hauswirtschaft, Betreuung und Pflege.

In der Förderphase von 2014 bis 2020 stehen insgesamt 627 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds für die Arbeits- und Sozialpolitik in NRW bereit. Grundlage dafür ist das Operationelle Programm (OP), das 2014 von der Europäischen Kommission genehmigt wurde.
Mehr hierzu unter: https://www.mais.nrw/arbeit