Inklusion am Arbeitsplatz – Gleichwertige Lebensverhältnisse für alle Menschen

Eingliederungshilfe NRW und Bund
Eingliederungshilfe NRW und Bund

Wir wollen auch Menschen mit Behinderungen einen Zugang zum regulären Arbeitsmarkt ermöglichen. Denn das ist die beste Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben.

Derzeit gibt es rund 251 sogenannte Integrationsprojekte in NRW, die flächendeckend verteilt sind. Darin sind rund 7.500 Menschen beschäftigt, mit stark steigender Tendenz und übrigens zu 75 Prozent sozialversicherungspflichtig. In Kooperation mit den beiden Landschaftsverbänden und dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales wurden Unternehmen aus vielen Branchen der Wirtschaft als Partner gewonnen. Im Rahmen des Inklusions-Programms "Integration unternehmen" gibt das Land 2,5 Millionen Euro.

Die Integrationsunternehmen sind am ersten Arbeitsmarkt und unterliegen den allgemeinen Markt- und Wettbewerbsbedingungen. Wir unterstützten Sie, weil sie zwischen 25% und 50% schwerbehinderter Menschen beschäftigen. Konkret erhalten die Integrationsunternehmen investive Zuschüsse bis zu 20.000 Euro pro Arbeitsplatz für eine schwerbehinderte Person. Die Landschaftsverbände unterstützen den besonderen Betreuungsaufwand mit einer monatlichen Pauschale von 210 Euro und einen bis zu 30%igen Zuschuss für den Bruttolohn des Beschäftigen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
https://www.mais.nrw/integration-unternehmen

Die SPD-Fraktion im Landtag NRW setzt sich dafür ein, behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen, durch die Anpassung der den Behinderten oder die Behinderte umgebenden Umwelt. Dieses Ziel ist auch im Koalitionsvertrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen aus dem Jahr 2012 für Nordrhein-Westfalen verankert worden.

"Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." So steht es seit 1994 in Art. 3 Abs. 3 des Grundgesetzes. 2009 hat die Bundesrepublik die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte behinderter Menschen (UN-BRK) ratifiziert. Damit ist sie die Verpflichtung eingegangen, sicher zu stellen, dass Menschen mit Behinderung ihre Menschenrechte in vollem Umfang wahrnehmen können, gleichwertige Lebensverhältnisse für sie zu schaffen und sie zu gleichberechtigter Teilhabe zu befähigen.

Ein Instrument, um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen, ist die Eingliederungshilfe im SGB XII (Sozialhilfe). Gegenwärtig wird durch sie der wesentliche Anteil der Leistungen für Menschen mit Behinderung erbracht, auch wenn sie gesetzlich als nachrangige Leistung, für den die Sozialhilfeträger zuständig sind, definiert ist.

Nordrhein-Westfalen geht diesen Weg – hin zu einer inklusiven Gesellschaft – schon seit langem. Mit dem Aktionsplan „Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv“ der Landesregierung sowie zahlreichen Gesetzesänderungen sind wichtige Grundsteine bereits geschaffen. Diesen Weg gilt es nun fortzusetzen. Das geplante „Inklusionsstärkungsgesetz Nordrhein-Westfalen“ soll ein weiterer wichtiger Bestandteil dieses Wegs werden.

In diesem Zusammenhang hat die SPD-Landtagsfraktion ein Gutachten in Auftrag gegeben: