Wohin gehst Du, Siempelkamp?

Ralph-Harry Klaer, Vorsitzender der SPD Krefeld und Bezirksvorsteher Krefeld-Nord
Ralph-Harry Klaer, Vorsitzender der SPD Krefeld und Bezirksvorsteher Krefeld-Nord
Firma Siempelkamp im Krefelder Norden

Politik, Beschäftigte und Geschäftsleitung sollten um den Weg zum richtigen Ziel ringen.

Die Firma Siempelkamp ist eine gut geführte Firma, die im Bewußtsein der Krefelder tief verankert und sehr geschätzt ist. Sie zeigt die klassische Erfolgsgeschichte eines gut geführten mittelständischen Unternehmens, insbesondere im vergangenen Jahrzehnt. Dieser Erfolg resultierte aus einer geschickten Firmenpolitik, die auf hochqualifizierte Arbeitnehmer und gutes Firmen-Knowhow setzte.

Doch nun drohen dunkle Wolken am Horizont der Konjunktur. Der letzte Geschäftsbericht, den Siempelkamp veröffentlicht hat, enthält beunruhigende Nachrichten. Zum Umsatz heißt es da:
„Die Siempelkamp-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 606,9 Mio., ein Minus von 15,5 %. Alle Geschäftsbereiche blieben hinter den Vorjahresergebnissen zurück. Dies ist zum einen eine Konsequenz der veränderten Rahmenbedingungen für unsere Hauptgeschäftsfelder (Energietechnik), zum anderen auf politische und wirtschaftliche Krisen in unseren Absatzmärkten zurückzuführen …“
http://www.siempelkamp.com/fileadmin/media/Deutsch/Download/Geschaeftsberichte/Jahresbericht-2014.pdf

Die Geschäftsleitung der Firma Siempelkamp reagiert mit einer Verlagerung der Produktion nach Asien. In der Folge werden über 350 Arbeitsplätze abgebaut werden. Sie nennt dies „The Way of Siempelkamp“ (Siempelkamps Weg). Es gäbe keine Alternative.

„Ja, in der globalisierten Welt haben es die großen Mittelständler schwer und müssen die Weichen stellen, um mithalten zu können. Auf die nationalen Rahmenbedingungen zu schimpfen, mag aber maximal als Ablenkung von eigenen Fehlern dienen, die Wahrheit liegt meist in der Mitte. Das zur Schau gestellte Verantwortungsbewusstsein kann Siempelkamp jetzt in den Verhandlungen mit Betriebsrat und Gewerkschaft beweisen. …“ kommentiert die WZ am 13.2.2016 und spricht damit vielen Krefeldern aus dem Herzen.

Dabei sind nicht alle Möglichkeiten beschrieben, die bedrohten Arbeitsplätze zu stützen. Intensive Gespräche mit der Kommunalpolitik, der Landespolitik und Vertretern der Bundespolitik könnten helfen, den eingeschlagenen Weg Siempelkamps zu verlassen und die beklagten Rahmenbedingungen so zu verändern, dass die Geschäftsleitung von Siempelkamp wieder Möglichkeiten findet, hier in Krefeld zu produzieren.

Wir von der SPD in Krefeld bieten jedes Gespräch an, das zum Ziel hat, kluge und nachhaltige Entscheidungen zum Erhalt von Arbeitsplätzen hier in Krefeld möglich zu machen. Einen Weg zu ermöglichen, der dazu führt, die Beschäftigung in Krefeld zu verbessern. Das ist dann ein „Way of Siempelkamp“, der Ziele anbietet, die wir vorbehaltlos und mit unserer ganzen Kraft unterstützen werden.

Sitz der Firma Siempelkamp ist der Krefelder Norden. Die Firma Siempelkamp plant über 350 Arbeitsplätze und einen großen Teil Ihrer Produktion abzubauen, um ihre Produktion in die Volksrepublik China zu verlagern.

Ralph-Harry Klaer ist Diplom-Ingenieur und arbeitet bei einer global agierenden Firma.
Er ist Vorsitzender der SPD in Krefeld und Bezirksvorsteher im Stadtbezirk Krefeld Nord, dem Stadtteil, in dem die Firma Siempelkamp ihren Hauptsitz hat.