Fastenbrechen der SPD Krefeld unter dem Motto „Vielfalt schätzen und schützen – im Dialog bleiben“

Iftar der SPD Krefeld
Iftar der SPD Krefeld
I.d.M. Oberbürgermeister Frank Meyer

Am vergangenen Donnerstag hat die SPD Krefeld zum neunten traditionellen Fastenbrechen eingeladen. Dabei kamen über 90 Gäste aus den türkisch-, arabisch-, afrikanisch-muslimischen Vereinen und dem öffentlichen Leben zusammen. Auch andere Religionsgemeinschaften sind ins Josef-Hellenbrock-Haus gekommen.

Die Vorbereitungen des Fastenbrechens organisierten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften Migration und Vielfalt der SPD Krefeld. Sie zauberten in den Räumen am Südwall eine feierliche und behagliche Atmosphäre mit gedämpftem Licht, Blumen und Kerzen. Als die Gäste ab 20:30 Uhr im Parteihaus eintrafen, waren die Tische schon gedeckt und servierfertig. Ab 21.15 Uhr begann das Programm mit dem Grußwort des SPD-Vorsitzender Ralph-Harry Klaer. Er hieß die rund 90 Gäste willkommen, unter ihnen der Oberbürgermeister der Stadt Krefeld Frank Meyer, Bürgermeisterin Gisela Klaer, Integrationsbeauftragte Tagrid Yousef, Vorsitzender der Union der Türkisch Islamischen Vereine in Krefeld Mesut Akdeniz und die Imame der Moscheegemeinden, Flüchtlingskoordinator Dr. Hansgeorg Rehbein, Direktor der Arbeitsagentur für Arbeit Dirk Strangfeld, VHS Leiterin Dr. Inge Röhnelt sowie der Vorsitzender des Arbeitskreises der Bürgervereine Manfred Grünwald und viele Gäste aus den Vereinen und Verbänden in Krefeld.
In seiner Rede betonte Parteivorsitzender Klaer vor allem die Wichtigkeit dieses Zusammenkommens, vor allen in diesen bewegten Tagen, in denen man den Austausch mehr brauche als zuvor. Er wies nochmal darauf hin, dass eine offene und tolerante Gesellschaft die freie Religionsausübung verlange.

Auch die Vorsitzende der AG Migration und Vielfalt Halide Özkurt machte in ihrem Grußwort deutlich, dass der Dialog sehr wichtig ist. Sie sprach zu den Gästen unter anderem mit folgenden Sätzen: „Wir können nicht oft genug sagen, dass wir eine vielfältige Gesellschaft unbedingt brauchen. Wir müssen Vielfalt schätzen und schützen! Für uns als SPD Krefeld aber auch als Vertreter der Demokratie ist es eine Pflicht bzw. ein Auftrag, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken. Es gibt in Krefeld tausende, die sich täglich für bessere Integration von Menschen einsetzen. Ehrenamtliche, die für das Wohl der Flüchtlinge sorgen, in Kirchen, Wohlfahrtverbänden und in den Moscheen. Ich möchte im Namen der SPD Krefeld allen meinen Dank aussprechen. Sie verdienen größten Respekt.“

Auch des verstorbenen Landtagsabgeordneten Uli Hahnen wurde gedacht, der das Fastenbrechen im Namen der SPD mit initiiert hatte und immer daran teilnahm.

Der Ehrengast Oberbürgermeister Frank Meyer hob hervor, dass wir in Krefeld in einer pluralen Gesellschaft leben. Er sagte: “Beim Zusammenleben geht es nicht darum, dass die das mal machen sollen. Wir alle gehen diesen Weg weiter und gestalten unsere Zukunft zusammen!"

Dr. Tagrid Yousef, Integrationsbeauftragte der Stadt freute sich ebenfalls über die Einladung und erläuterte die offiziellen Abläufe, die die Flüchtlings-Familien gehen müssen, wenn sie in Krefeld angekommen sind. Yousef: „Ich wünsche mir aber auch, dass unsere neuen Mitbürger zur Ruhe kommen können. Hier in Krefeld ankommen dürfen, durchatmen, sich angenommen und aufgenommen fühlen dürfen. Wenigstens für einen Moment! Sicherlich ist das Erlernen der Sprache wichtig und das Tolle ist, dass die meisten auch sehr motiviert sind. Dennoch möchten sie gerne erst einmal das, was sie gerade erlebt haben, vielleicht ein wenig sacken lassen, darüber reden oder einfach nur, sich ihren Gedanken hingeben.“

Zu den Gästen sprach auch der Vorsitzende der Union der Türkisch-Islamischen Vereine in Krefeld Mesut Akdeniz. Er bedankte sich dafür, „dass die Krefelder-SPD seiner Verantwortung bewusst ist und den in Anführungszeichen "fremden Islam" vertrauter macht. Und dass die Krefelder-SPD sich für ein harmonisches Krefeld einsetzt, denn in einer harmonischen Stadt gibt es nichts Fremdes: Es gibt nur etwas Neues, Unentdecktes und Unerforschtes.“

Das Programm lief mit Musik und restlichen Gesprächen weiter. Durch das Programm führte der Moderator Florian Rosenwick. Halide Özkurt bedankte sich bei allen Helfern der Jusos und AG Migration und Vielfalt für ihre tatkräftige Unterstützung an dem Abend.

Die gesamte SPD freue sich auf das 10. Iftar im Jahr 2017, das in größerem Rahmen durchgeführt werden wird. – Wir bleiben im Dialog.