Geführte Besichtigung des Krefelder Museums „Haus der Seidenkultur“

Halide Özkurt, Ratsfrau
Ratsfrau Halide Özkurt

Die SPD Krefeld-Mitte lädt herzlich zur Besichtigung des einmaligen Krefelder Museums "Haus der Seidenkultur" ein, und zwar für

Donnerstag, 14. Juli, 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr, Luisenstraße 15

Mit der aktuellen Ausstellung "Ein Koffer Samt und Seide" wird die spannende Geschichte der Firma und Familie Hubert Gotzes erzählt. Weiteres kann man auf der Homepage des Museums erfahren unter http://www.seidenkultur.de/de/ausstellung

Organisiert und betreut wird die Veranstaltung von Ratsfrau Halide Özkurt, die eine besondere Beziehung zu diesem Museum aufgebaut hat, da es in ihrem Wahlbezirk liegt. Ihr steht der stellvertretende Vorsitzende der SPD Krefeld-Mitte, Claus Minwegen, zur Seite.

Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro p.P., die maximale Teilnehmeranzahl liegt bei 30 Personen. Das Haus ist leider nicht barrierefrei.

Anmeldung erforderlich! Anmeldung und weitere Informationen bei der SPD-Fraktion Krefeld: spd-fraktion@nullkrefeld.de / 02151-862025

Ein Koffer aus den USA brachte verborgene Schätze der Seidenkultur nach Krefeld

Stoffe und Dokumente, die Geschichte geschrieben haben, sind in der aktuellen (Wechsel-)Ausstellung „Ein Koffer Samt und Seide“ im Haus der Seidenkultur (HdS) zu sehen. Erzählt wird die spannende Geschichte der Firma und Familie Hubert Gotzes, der 1908 die Paramentenweberei – dem heutigen Museum – an der Luisenstraße 15 gründete.

„Wir werden unsere Geschichte teilweise neu schreiben und ergänzen müssen“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner. Neue (Geschichts-)Erkenntnisse kamen sprichwörtlich auf den Tisch, als vor drei Jahren die amerikanische Urenkelin von Hubert Gotzes mit ihrer Familie während einer Europareise nach Krefeld kam. Und sie kam nicht mit leeren Händen: Sie vermachte dem HdS einen Koffer voll mit Stoffen und Dokumenten, die in gründlicher Recherche von Dr. Ulrike Denter vom HdS ausgewertet wurden.

Aus dieser Schenkung hat Denter rund 80 Exponate für die Ausstellung zusammengestellt, die sie kuratiert. „Bislang sind wir davon ausgegangen, dass Hubert Gotzes seinen gleichnamigen Sohn 1914 nach Chicago schickte, wo er auf Geheiß des Vaters eine Dépendance der Krefelder Paramentenweberei errichten sollte“, sagt Denter. Und weiter: „Jetzt wissen wir, dass Hubert Gotzes jun. einen bereits aus der Entfernung geführten Betrieb in den USA auf Vordermann bringen sollte.“

Der Sohn ist dann in den USA verblieben, gründete dort eine Familie, deren Nachfahren jetzt Teile der Vermächtnisse nach Krefeld brachten: Wertvolle Stoffe, Mustervorlagen, Passdokumente und Briefe, die einen einmaligen und spannenden Einblick in das bislang verborgen gebliebene Familien- und Geschäftsleben der Gotzes geben.

„Unglaublich was der kleine Koffer nicht alles beinhaltete“, staunt Ilka Neumann, die als Graphikerin und Deko-Fachfrau maßgeblich für den Aufbau der Ausstellung verantwortlich zeichnet. Wie Achim Wahl, der einen Film über den damaligen USA-Besuch für eine eindrucksvolle, mediale Präsentation bearbeitet hat. Ein Grund mehr diese tolle Ausstellung zu besuchen, die – wie Brenner vor der Presse betonte – „ausschließlich von ehrenamtlichen Kräften organisiert wurde“.

(Dieser Artikel ist der Homepage des Museums "Haus der Seidenkultur" entnommen; vielen Dank!)