Entwicklung altengerechter Quartiere – Land fördert Qualifizierung kommunaler Beschäftigter!

Benedikt Winzen, Landtagskandidat und Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Krefeld
Ina Spanier-Oppermann, MdL
Ina Spanier-Oppermann, MdL

„Auch für Krefeld ist das eine Chance, die nicht ungenutzt bleiben sollte“, werten die Landtagsabgeordnete und Ratsfrau Ina Spanier-Oppermann und der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Benedikt Winzen, die vom Land Nordrhein-Westfalen nun bekannt gegebenen Fördermöglichkeiten zur Unterstützung der Kommunen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere. Ab sofort werde auch die Qualifizierung von kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefördert, die aus der Verwaltung heraus an der Quartiersentwicklung mitwirken.

„Für altengerechte Quartiere gibt es kein Patentrezept, denn die Quartiere werden so unterschiedlich sein wie die Menschen, die dort leben. Deshalb erfordert die Quartiersentwicklung vor Ort eine besondere Flexibilität und ein möglichst enges und effizientes Zusammenarbeiten aller Akteurinnen und Akteure. Für die Beteiligten aus der Kommunalverwaltung bedeutet dies, sie müssen intern bereichsübergreifend wirken können und sich extern in einen breiten Beteiligungsprozess einbringen. Hierzu bietet das Land ihnen nun eine praxisorientierte Starthilfe an“, erklärt Ina Spanier-Oppermann.

„Die altengerechte Quartiersentwicklung soll älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung ermöglichen, auch wenn sie pflegebedürftig sind. Gleichzeitig begegnet man mit dieser Strategie den Herausforderungen des demographischen Wandels. Das Land bietet nun eine praxisbegleitende Qualifizierung für leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für Beschäftigte, die Maßnahmen vor Ort umsetzen sollen, an“, ergänzt Benedikt Winzen. Dabei gehe es beispielsweise um Neustrukturierungen innerhalb der Kommunalverwaltung und eine darauf abgestimmte Personalentwicklung sowie die Koordinierung von Einzelprojekten.

„Mit dem Qualifizierungsangebot für das kommunale Quartiers-Management gibt es nun auch ein spezifisches Angebot für kommunale Beschäftigte, das wir in Krefeld nutzen sollten, um neben den bereits existierenden Projekten weitere Initiativen zu erarbeiten“, so die beiden SPD-Politiker, die für den zuständigen Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion ankündigten.

Zum Hintergrund:
In vielen Krefelder Stadtteilen existieren Projekte zur altengerechten Quartiersentwicklung, von denen aktuell drei vom Land gefördert werden:
– In Bockum soll mit Hilfe der Einstellung einer Gemeindegesundheitsschwester ein Unterstützungsnetzwerk für Seniorinnen und Senioren aufgebaut werden.
– In der Krefelder Südweststadt gibt es die Herausforderung, Haushalte in schwierigen sozioökonomischen Lebenslagen, Leerstand sowie schlechtes Image verbunden mit Vorurteilen in Einklang zu bringen mit großer soziokultureller Vielfalt, guter Bausubstanz, sowie guten sozialen Einrichtungen und Schulen. Daher gibt es mit dem Projekt in der Alten Samtweberei und dem Quartiersprojekt der Stadt Krefeld und der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände Krefeld (AGW) gleich zwei Projekte, die den nachhaltigen Prozess zur Entwicklung von Quartiersstrukturen in der Südweststadt in den Vordergrund stellen.