Richtungsentscheidung der SPD-Fraktion zum Stadthaus

Benedikt Winzen, Landtagskandidat und Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Krefeld

„Die Tendenz der SPD-Fraktion geht klar in Richtung einer Sanierung des Stadthauses am Konrad-Adenauer-Platz“, berichtet Benedikt Winzen, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld. „Dabei sollte auf die Realisierung im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft gesetzt werden.“ Zwar habe man noch keine finale Entscheidung getroffen, jedoch stelle sich auf Grundlage der bisherigen Fakten und Gutachten die Sanierung im sog. ÖPP-Modell als sinnvollste Variante dar. Dies sei das Ergebnis der bisherigen Gespräche und Diskussionen, die intern und mit der Fachverwaltung geführt worden sind.

„Die Entscheidung über die Zukunft des Stadthauses ist von großer Bedeutung. Wir werden uns daher endgültig erst dann festlegen, wenn auch der von uns an die Fachverwaltung gerichtete Fragenkatalog beantwortet ist“, stellt Winzen klar. Die Richtungsentscheidung laufe jedoch auf eine Sanierung am derzeitigen Standort hinaus. Zusätzlich müsse insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht die richtige Entscheidung getroffen werden.

„Wenn wir über die Möglichkeiten der Finanzierung sprechen, dürfen die Auswirkungen für den städtischen Haushalt und die noch kommenden Projekte in Krefeld nicht außer Acht gelassen werden“, so Winzen. Die vorliegenden Gutachten, die von bundesweit führenden Experten erstellt wurden, bescheinigten einer Zusammenarbeit mit einem privaten Partner die größte wirtschaftliche Effizienz. „Bei der neuen Hauptfeuerwache haben wir damit bereits gute Erfahrungen machen können.“ Für das Stadthaus gebe es eine solide, über mehrere Jahre zusammengetragene Datengrundlage unter Abwägung aller bekannten Risiken und Einflussfaktoren, unterstreicht Winzen. „Entscheidend wird sein, im Falle eines ÖPP-Modells nicht nur einen geeigneten Partner zu finden, sondern auch die vertraglichen Grundlagen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit festzulegen.“ Diese Details gelte es sorgfältig vorzubereiten, damit die politisch zu treffende Entscheidung auf gesunden Füßen stehe, formuliert Winzen den Arbeitsauftrag an die Verwaltung.

Winzen betont weiter, dass die Variante der Sanierung insbesondere im Zusammenhang mit anderen städtebaulichen Entscheidungen gesehen werden müsse. Dabei seien auch immer die alternativen Nutzungsmöglichkeiten in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. „Die Frage ist: Was passiert mit dem Eiermann-Bau, wenn man sich für den Neubau an einem anderen Standort entschließt?“ Die Chancen eines Verkaufs verbunden mit einer Drittnutzung seien dabei als sehr gering einzuschätzen. „Eine ungenutzte Ruine an dieser Stelle, in die dann noch jährlich allein für die Bestandssicherung investiert werden müsste, kann niemand ernsthaft wollen.“

Der für einen Neubau immer wieder ins Spiel gebrachte Willy-Brandt-Platz könne stattdessen mit dem richtigen Projekt die südliche Innenstadt erheblich aufwerten, führt Winzen an. Ein reiner Verwaltungsbau, der abends und am Wochenende nicht belebt ist, sei dafür nicht geeignet.