Hans Butzen und Gisela Klaer (SPD) zur Sperrbezirkserweiterung Neue Ritterstraße

Hans Butzen
Hans Butzen, Ratsherr
Gisela Klaer, Ratsfrau

„Die Schilderungen der Bürgerinnen und Bürger im Verlauf des letzten Informationsaustausches mit dem Fachbereich Ordnung am vergangenen Mittwoch haben erneut eindrücklich belegt, mit welchen zum Teil unzumutbaren Beeinträchtigungen und Belastungen die Anwohner konfrontiert sind“, sagt Ratsherr Hans Butzen, Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss für Verwaltung, Vergabe, Ordnung und Sicherheit. „Das ist so nicht mehr akzeptabel. Die SPD-Fraktion hat daher für die kommende Ausschusssitzung einen erneuten tagesaktuellen Sachstandsbericht zur bei der Bezirksregierung Düsseldorf beantragten Sperrbezirkserweiterung erbeten.“

Dieser Antrag an die Bezirksregierung, den Sperrbezirk Neue Ritterstrasse um die angrenzenden Wohnbereiche zu erweitern, wurde durch den Ausschuss für Verwaltung, Vergabe, Ordnung und Sicherheit in seiner letzten Sitzung am 8. September 2016 einvernehmlich beschlossen.

Die Ergebnisse des Informationsaustausches mit den Bürgerinnen und Bürgern müssten dabei im Antrag an die Bezirksregierung eingearbeitet werden. „Politik und Verwaltung sind gemeinsam gefordert, in dieser Sache weiterhin am Ball zu bleiben“, unterstreicht Hans Butzen. „Die Anwohner, insbesondere Familien mit Kindern, benötigen unsere Unterstützung. Die Zustände sind nicht hinnehmbar.“ Er stimmt dabei mit der sozialpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Bürgermeisterin Gisela Klaer, überein, dass das Thema Prostitution auch allgemein politisch angegangen werden muss.

Hans Butzen: "Menschen bieten aus vielfältigen Gründen ihre sexuellen Dienstleistungen an; freiwillig und unfreiwillig, als Beruf und aus wirtschaftlichen Erwägungen oder schlichtweg aus Not. Darüber darf und kann man weder moralisch noch sittlich den Stab brechen. Vielmehr ist es unsere gesellschaftliche Verantwortung, Hilfe zur Selbsthilfe immer dann anzubieten, wenn es erforderlich ist.“

„Das gilt insbesondere für Frauen, die sich aus persönlicher, meist wirtschaftlicher Not prostituieren und erst Recht bei Frauen, die dazu gezwungen werden“, so die Erste Bürgermeisterin Gisela Klaer abschließend.