Gerd Ackermann geht in den wohlverdienten Ruhestand

Gerd Ackermann und Oberbürgermeister Frank Meyer
Gerd Ackermann und Oberbürgermeister Frank Meyer, Foto: Gerda Schnell
Gerd Ackermann und Oberbürgermeister Frank Meyer
Gerd Ackermann und Oberbürgermeister Frank Meyer, Foto: Gerda Schnell
Gerd Ackermann mit Ehefrau Hedwig Schomacher sowie v.l. Doris Nottebohm, Bürgermeisterin Gisela Klaer, Hans Butzen und Julian Seeger
Gerd Ackermann mit Ehefrau Hedwig Schomacher sowie v.l. Doris Nottebohm, Bürgermeisterin Gisela Klaer, Hans Butzen und Julian Seeger, Foto: Gerda Schnell

Hunderte Gäste kamen gestern, am 9. März 2017, zur Verabschiedung von Gerd Ackermann, unserem treuen SPD-Mitglied. Jahrelang hat er „seinen“ Ortsverein Krefeld-Mitte auf vielfältige Weise unterstützt. Uns bleibt er erhalten, als Mitglied unserer Partei und als guter Freund, aber der Stadtverwaltung und vor allem den Krefelder Kindern wird er fehlen.

Hier die offizielle Pressemitteilung der Stadt Krefeld :
Zum Abschied von der Stadtverwaltung erklang noch einmal sein Lieblingslied: Rund 60 Kinder aus dem Projekt „Elementare musikalische Erziehung“ (EMU) sangen für den scheidenden langjährigen Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung, Gerhard Ackermann, das Stück „Wir sind Kinder einer Welt“. Anschließend würdigte Oberbürgermeister Frank Meyer Ackermann in einer Feierstunde im Freizeitzentrum Süd an der Kölner Straße.

Nach fast dreißig Jahren im Dienst geht Gerd Ackermann ab 1. April in den Ruhestand. Den Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung hat er mehr als 18 Jahre geleitet. „Die Verantwortung für das leibliche und seelische Wohl von Kindern und Jugendlichen zu tragen, ist eine der größten Aufgaben, die unser Gemeinwesen zu vergeben hat, besonders, wenn man einem Fachbereich vorsteht, der für alle Kinder und Jugendlichen einer Stadt zuständig ist, auch für die sogenannten schwierigen Fälle“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer in seiner Abschiedsrede. Man müsse es Ackermann hoch anrechnen, dass er sich dieser Aufgabe so lange gestellt habe, so Meyer.

Gerhard Ackermann stammt aus Westerstede in Norddeutschland. Seine Schulzeit verbrachte er in Bremen. Dem Studium der Sozialwissenschaften in Münster schloss er ein betriebswirtschaftliches Studium mit Staatsprüfung an. Zur Stadt Krefeld kam Ackermann 1990 als Bereichsleiter „Berufliche Weiterbildung“ in der Volkshochschule. Vier Jahre später übernahm er die Leitung der damaligen „Zentralstelle für Beschäftigungsförderung“ (ZfB) der Stadt. Am 1. September 1998 wurde er Leiter des ehemaligen Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Die ZfB ist seitdem als Abteilung im jetzigen Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung eingegliedert.

Die Zeit werde nicht reichen, um alle Projekte aufzuzählen, die Ackermann in seiner Amtszeit umgesetzt habe, stellte der Oberbürgermeister fest. Einige Highlights ließ er jedoch bei der Verabschiedung nicht unterwähnt. Dazu zählt der Ausbau der Kindertageseinrichtungen (Kitas) für die unter Dreijährigen, durch den heute deutlich mehr Plätze zur Verfügung stehen als noch Ende der 1990er-Jahre. „Wenn es nur nach dir gegangen wäre, hätte der Ausbau deutlich konsequenter und umfangreicher erfolgen müssen“, ergänzte Frank Meyer. Er zählte auch viele neue Kita-Projekte auf, die der Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung unter Ackermanns Leitung gemeinsam mit Partnern aus Kultur, Sport und Wirtschaft auf den Weg gebracht hat, vom Programm für musikalische Erziehung über Schwimmkurse und Sprachförderung bis zum Haus der kleinen Forscher. Auch erfolgte unter Ackermann ein massiver Ausbau der Kindertagespflege. Heute werden dort fünfmal so viele Kinder betreut wie vor 20 Jahren. In Ackermanns Zeit fallen auch die Eröffnung der Jugendeinrichtung Stahlnetz in Stahldorf und des Begegnungszentrums Schicksbaum.

In der Flüchtlingsarbeit sorgte Gerhard Ackermann mit seinem Fachbereich für die zuverlässige Betreuung der minderjährigen Migranten. Unter seiner Führung hat auch das Team Kindeswohl seine Arbeit aufgenommen. In diesem Bereich ist das Jugendamt Krefeld heute sieben Tage die Woche 24 Stunden am Tag erreichbar, um im Notfall sofort eingreifen zu können. „In all diesen Facetten deiner Arbeit ging es stets um das gleiche große Ziel: ‚Die Kurzen‘, wie du sie selbst nennen würdest, sollen in Krefeld unter möglichst guten Bedingungen aufwachsen“, schloss der Oberbürgermeister seine Aufzählung.

Gerhard Ackermann ist als absoluter Genießer bekannt, er schätzt gutes Essen und guten Wein. Er liebt die Oper und die Bildende Kunst, die italienische Lebensart und die Rosen, die er in seinem Garten züchtet. Seit über 16 Jahren ist er mit Hedwig Schomacher verheiratet, der Leiterin des Berufskollegs Vera Beckers. In seiner neu gewonnenen freien Zeit freut sich Ackermann auf Reisen mit ihr.