Verhinderung von Bertriebsratsgründung bei „Fressnapf“

Ina Spanier-Oppermann, MdL und Benedikt Winzen, Fraktionsvorsitzender

Mit Sorge reagieren Benedikt Winzen, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld, und seine Fraktionskollegin Ina Spanier-Oppermann, ehemalige Gesamtbetriebsratsvorsitzende und als Abgeordnete Mitglied im Ausschuss für Arbeit des Landtages NRW, auf die Berichterstattung zu fristlosen Kündigungen von Mitarbeitern beim Tierbedarf-Riesen Fressnapf.

„Sollte sich in den nun verhandelten arbeitsrechtlichen Verfahren bestätigen, dass das Unternehmen durch die Kündigungen die Gründung eines Betriebsrates verhindern wollte, so ist dies nicht nur ein klarer Rechtsverstoß, sondern auch kein kluges unternehmerisches Handeln. Starke Unternehmen haben auch immer eine starke Arbeitnehmervertretung“, so Winzen und Spanier-Oppermann. „Die Entwicklung, Arbeitnehmerrechte bewusst zu beschneiden, zeichnet sich zuletzt leider häufiger ab.“ Die Berichte über das sogenannte „Union Busting“ von Unternehmen nähmen auch in Krefeld zu. Die zum Teil fehlende Bindung an Tarifverträge sei ebenso bedenklich.

„Betriebliche Mitbestimmung ist für die SPD nicht verhandelbar“, machen Spanier-Opperman und Winzen deutlich. Die klar geregelten Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werde man auch weiterhin mit aller Kraft politisch verteidigen. „Das Betriebsverfassungsgesetz ist kein bloßes Stück Papier.“ Aus diesem Grund habe die SPD im Düsseldorfer Landtag bereits im November 2016 einen Antrag zur Eindämmung des professionellen Union Bustings gestellt.

Im Fall von Fressnapf kündigen Winzen und Spanier-Oppermann an, das Gespräch mit der Geschäftsleitung suchen.

Trotz dieser Entwicklungen müsse man auch die positiven Entwicklungen in der Krefelder Wirtschaft hervorheben. „Hier gehen viele Krefelder Unternehmen mit gutem Beispiel voran und pflegen ein vertrauensvolles Miteinander mit den Arbeitnehmervertretungen“, heben die beiden Fraktionskollegen hervor.